Pressemitteilungen

2019-05-18
REHAB punktet mit weiterem Wachstum
Hallenüberblick
Rund 18.500 Fach- und Privatbesucher strömten vom 16. bis 18. Mai in die Karlsruher Messehallen (Foto: KMK / Behrendt und Rausch).

Karlsruhe, 18. Mai 2019 – Zum 20. Jubiläum der REHAB präsentierten 460 Aussteller aus 21 Ländern (2017: 18 Länder) auf insgesamt 40.000 Quadratmetern (2017: 35.000 Quadratmeter) ihre neuesten Reha-, Orthopädie- und Medizintechnikprodukte sowie Innovationen für Pflege und Therapie. Rund 18.500 Fach- und Privatbesucher strömten vom 16. bis 18. Mai in die Karlsruher Messehallen und machten die REHAB zum Schauplatz für Begegnungen auf Augenhöhe zwischen Menschen mit und ohne Handicap. Dabei nahmen die Besucher, von denen rund 68 Prozent Fachleute waren, zunehmend weite Anreisewege in Kauf. „Alle Marktbeteiligten – von Herstellern und Händlern über Fachleute bis hin zu Menschen mit Handicap und ihren Angehörigen – versammeln sich alle zwei Jahre auf der REHAB. Der Standort Karlsruhe erhielt auch beste Noten“, konstatiert Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH, und setzt hinzu: „In diesem Jahr waren die Messehallen so gut gefüllt wie nie zuvor. Wir verzeichnen eine Steigerung der Besucherzahlen und ein zweistelliges Flächenwachstum von 14 Prozent. Für die nächste REHAB führen wir bereits Gespräche zu Flächenerweiterungen, um der Nachfrage gerecht zu werden.“

Vielfältiges Angebot mit klarer Struktur

Zwei barrierefreie Messehallen, Aktionshalle und Freigelände boten den Besuchern ein qualitativ hervorragendes und informatives Angebot. 96 Prozent der Befragten lobten die Qualität der Aussteller und hoben ihre Zufriedenheit mit dem vielfältigen Angebot hervor. Um die vielseitigen Facetten des Marktes widerzuspiegeln, gliederte sich das umfassende Angebot der Messe in thematische Marktplätze. Über die Fortführung dieses bewährten Konzepts freuten sich Aussteller und Besucher: „Das Marktplatzkonzept kann ich nur als zielführend bezeichnen. Wir sind umgeben von unseren Fachhandelspartnern und finden den praktischen Erfahrungsaustausch mit Fachhändlern, den wir uns gewünscht haben“, erklärte Eduard Harsch, Area Sales Promotion Manager der Philips GmbH. 91 Prozent der Besucher bewerteten das Konzept, das schnelle Orientierung und effizienten Austausch ermöglicht, mit Bestnoten.

Beratung
Die Besucher können auf der REHAB intensiv beraten werden (Foto: KMK / Behrendt und Rausch).

Aussteller schätzen den Besucher-Mix und planen Beteiligung in 2021

Die Resonanz der Aussteller war durchweg positiv, wobei neben den erfolgreichen Geschäften insbesondere die Besucher hervorgehoben wurden. „Wir treffen hier auf einen guten Besucher-Mix und können uns intensiv mit den Kunden beschäftigen. Sowohl Fach- als auch Privatbesucher und unterschiedliche Altersgruppen waren bei uns. Einige stellen sehr spezifische Fragen, bei denen man merkt, dass sich die Kunden auskennen. Für andere sind die Situation und der Bedarf noch neu, weshalb sie sich allgemein informieren wollen“, berichtete Marcel Schäfer, Regionalleiter der RMT RehaMed Technology GmbH. Michael Pura, Gebietsleiter der Permobil GmbH, lobte neben dem Zielgruppen-Mix auch die Anzahl der Besucher: „Wir sind absolut begeistert – die Besucherfrequenz war sehr gut und wir treffen hier nicht nur auf den Fachhandel, sondern auch auf Endkunden.“ Ähnlich ging es den Mitarbeitern der Otto Bock HealthCare Deutschland GmbH: „Unsere Außendienstmitarbeiter sind alle hoch zufrieden. Wir hatten sehr gut zu tun, haben gute Gespräche geführt und unsere Zielgruppe getroffen“, erklärte Lars Haufe, Marktmanagement Mobility Solutions.

Die positive Rückmeldung der Aussteller galt für Erstaussteller und langjährige Aussteller in gleicher Weise: „Wir sind zum ersten Mal auf der REHAB, um unsere Produkte vorzustellen. Einige Geschäfte sind bereits zustande gekommen und wir sind sehr zufrieden mit der Qualität der Besucher“, sagte Franz-Josef Lasek, Geschäftsführer und Gesellschafter der AHA! Effekt-Technik Vertrieb GmbH. Bernd Lohmüller, Marketingleiter der MEYRA GmbH, meinte: „Wir kommen schon seit vielen Jahren – eigentlich schon Jahrzehnten – gerne zur REHAB. Für uns ist die Messe ein Pflichttermin und durch ihre angenehme, familiäre Atmosphäre einzigartig.“ Zu den Ausstellern der ersten Stunde zählte auch die Mobilcenter Zawatzky GmbH, die seit der ersten REHAB 1980 ausstellt. Der Grund ist einfach, weiß Geschäftsführer Andreas Zawatzky: „Die REHAB ist für uns ein Muss.“

Dass die REHAB alle zwei Jahre ein fester Termin ist, zeigte auch das große Interesse an einer Wiederbeteiligung: „Wir sind sehr zufrieden mit der Messe. Die Qualität der Gespräche war sehr hoch und das Publikum aus Fachbesuchern, Krankenkassen-Mitarbeitern und Endkunden sehr anspruchsvoll. Wir sind zu 100 Prozent nächstes Mal wieder dabei“, erklärte Patrick Schwarzkopf, Gebietsleiter und Reha-Fachberater der Life & Mobility GmbH. „Zahlreiche Aussteller haben ihre Wiederbeteiligung in 2021 bereits angekündigt oder sogar schon verbindlich gebucht. Auch Anfragen von Unternehmen, die sich bei der nächsten REHAB erstmals beteiligen möchten, liegen uns bereits vor“, freut sich Annika Gehrmeyer, Projektleiterin der REHAB.

CYBATHLON Prothesen Series
Träger einer Arm- oder Beinprothese zeigten bei der CYBATHLON Prothesen Series die Möglichkeiten und Grenzen der heutigen Technik auf (Foto: KMK / Behrendt und Rausch).

Internationaler technischer Fortschritt in Karlsruhe

Dass der technische Fortschritt auch im Bereich der Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion ein wesentlicher Innovationstreiber ist, spiegelte sich im Angebot der REHAB als einer der führenden Fachmessen der Branche deutlich wider. Neben Lösungen für die Nutzung von Virtual und Augmented Reality in der Rehabilitation wurden beispielsweise Smartglass-Applikationen für die Steuerung des Rollstuhls und Hörgeräte, die sich mit dem Smartphone verbinden lassen, präsentiert. Im Zusammenhang mit dem Thema Medizin- und Rehatechnik konnte die REHAB auch die Stärke ihres Standorts Karlsruhe als technologisch führender Standort nutzen: Das angesehene Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die renommierte ETH Zürich veranstalteten gemeinsam eine international besetzte CYBATHLON Prothesen Series auf der REHAB. Träger einer Arm- oder Beinprothese aus sechs Nationen zeigten dort bei der Lösung von alltäglichen Aufgaben die Möglichkeiten und Grenzen der heutigen Technik auf. Im Rahmen des begleitenden Symposiums stellten internationale Wissenschaftler aus der universitären und industriellen Forschung ihre neuesten Erkenntnisse dazu vor. Prof. Dr. Tamim Asfour, Leiter des Lehrstuhls für Hochperformante Humanoide Technologien des KIT, zog ein positives Fazit: „Wir konnten erleben, was diese assistiven Technologien für Menschen mit körperlichen Einschränkungen bedeuten. Ich freue mich, dass der Standort Karlsruhe so viel zu bieten hat – unter anderem die REHAB als Fachmesse zum Thema. Wir haben gerade vereinbart, dass wir wiederkommen werden.“

Tagung
Hochkarätige Fachveranstaltungen zogen Experten aus dem gesamten Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland nach Karlsruhe (Foto: KMK / Behrendt und Rausch).

Starkes Rahmenprogramm

Auch das umfassende Rahmenprogramm mit 88 Stunden Vorträgen, Live-Vorführungen und Talkrunden stieß auf großen Zuspruch und wurde von den Teilnehmern mit Top-Noten bewertet. Besonders nachgefragt waren die Vorträge im Fachforum und die Vorführungen von Produkten der ambulanten Pflege und außerklinischen Intensivversorgung auf der neugeschaffenen Homecare Praxisinsel. Auf der Inklusiven Sportstätte konnten Sportarten wie beispielsweise Badminton oder Fußball für alle ausprobiert und mit Profis trainiert werden. Im Kulturbistro gab unter anderem Spitzensportlerin Anna Schaffelhuber Einblicke in ihr Leben als Rollstuhlfahrerin. Hochkarätige Fachveranstaltungen zogen Experten aus dem gesamten Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland nach Karlsruhe. Intensiv genutzt wurden die Workshops für Therapeuten, Fachhändler und beruflich Pflegende zur Rollstuhl- und Hilfsmittelversorgung des Reha-Netzwerks ROLLETS. Für die 43. Fortbildungstagung der Vereinigung der Bobath-Therapeuten Deutschlands e.V., die im Rahmen der REHAB stattfand und rund 200 Bobath-Therapeuten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz versammelte, war die Messe der ideale Veranstaltungsort. Dies galt ebenso für die Pflegeregionalkonferenz der TechnologieRegion Karlsruhe. Sie führte zahlreiche Teilnehmer aus der ambulanten, heimstationären und klinischen Pflege im Rahmen der REHAB in der Messe Karlsruhe zusammen.

Die nächste REHAB findet vom 6. bis 8. Mai 2021 in der Messe Karlsruhe statt.

2019-05-06
REHAB öffnet in zehn Tagen ihre Tore
Hallenübersicht
Vom 16. bis 18. Mai präsentiert die REHAB die neuesten Trends und Entwicklungen in Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion in der Messe Karlsruhe (Foto: KMK / Behrendt und Rausch).

Karlsruhe, 6. Mai 2019 – Nächste Woche ist es soweit: Vom 16. bis 18. Mai präsentiert die REHAB, eine der weltweit führenden Fachmessen der Branche, die neuesten Trends und Entwicklungen in Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion in der Messe Karlsruhe. Bereits zum 20. Mal können sich Fachleute sowie Menschen mit Handicap und ihre Angehörigen auf der Fachmesse in einer einzigartigen, familiären Atmosphäre informieren sowie mit Experten und der Community austauschen. Über 460 nationale und internationale Aussteller präsentieren auf rund 40.000 Quadratmetern ihre neuen Reha-, Orthopädie- und Medizintechnikprodukte sowie Innovationen für Pflege und Therapie. Mehr als 50 Prozent der Aussteller sind Hersteller-Unternehmen, gefolgt von Händlern, Dienstleistern, Einrichtungen, Verbänden und Selbsthilfegruppen. Den hervorragenden Marktüberblick ergänzt ein vielseitiges Rahmenprogramm mit praxisnahen und fachlichen Vorträgen, Diskussionsrunden, Fortbildungen und der Möglichkeit, Produkte zu testen. Für eine effektive Orientierung gliedert sich das Angebot der Messe in zehn thematische Marktplätze. Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, wird als Schirmherr die REHAB persönlich eröffnen.

Nationale und internationale Kompetenz

Aussteller aus insgesamt 21 Ländern beteiligen sich an der REHAB. Der Anteil internationaler Aussteller liegt bei rund 14 Prozent. Insbesondere die unmittelbaren Nachbarländer Deutschlands sind stark vertreten: Aus Österreich werden zum Beispiel die LUF GmbH, die Memocorby Systems GmbH und die KLAXON MOBILITY GmbH erwartet. Die Hocoma AG, die SWISS-TRAC ATEC Ingenieurbüro AG und das Start-up MyoSwiss AG reisen beispielsweise aus der Schweiz an. Außerdem sind Unternehmen aus den Niederlanden, Polen, Belgien und Frankreich auf der REHAB präsent. Der dänische Handelsverband Danish.Care versammelt nach einer erfolgreichen Beteiligung in 2017 erneut neun dänische Unternehmen auf einem Gemeinschaftsstand. „Für dänische Unternehmen ist der deutsche Markt für Hilfsmittel der größte und wichtigste Exportmarkt. Deutschland hat eine lange Tradition für Messen und es ist wichtig, präsent und sichtbar zu sein, wenn Unternehmen hierherkommen möchten“, erklärt Morten Rasmussen, Direktor von Danish.Care. Zudem werden die dänischen Unternehmen in diesem Jahr erstmals mit Vorträgen zum Rahmenprogramm der Messe beitragen.

Informatives Vortragsprogramm

Ein rund 88 Stunden umfassendes fachliches Vortrags- und Diskussionsprogramm ermöglicht es den Besuchern, sich über aktuelle Themen zu informieren und den Austausch mit Fachkontakten zu pflegen. Im Fachforum beleuchten die Referenten unterschiedlichste Themen wie zum Beispiel „Aktuelle rechtliche Rahmenbedingungen in der Hilfsmittelversorgung für Therapeuten, Sanitätshäuser und andere Leistungserbringer“ oder das Thema Inklusion – sei es Inklusion in Schule und Beruf oder die Bedeutung der im Zuge der Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes neu eingerichteten ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatungsstellen. Die Rolle der Selbsthilfe in Zeiten von Inklusion diskutieren am 17. Mai Stephanie Aeffner, Beauftragte der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Herbert Pichler, Präsident des Österreichischen Behindertenrats, und Vertreter der LAG Selbsthilfe Baden-Württemberg e.V..

Einige Marktplätze präsentieren nicht nur ein bemerkenswertes Ausstellungsangebot, sondern auch spezifische Vortragsprogramme. Zum Beispiel bietet auf dem Marktplatz Kinder- und Jugendrehabilitation das Forum der Internationalen Fördergemeinschaft rehaKIND e.V. Expertenvorträge zu Therapiekonzepten, Versorgungsmöglichkeiten, Problemen und Lösungen der Kinder- und Jugendrehabilitation an. Familien von Kindern mit Behinderung und Fachbesucher treffen hier zudem auf spezialisierte Aussteller wie die SORG Rollstuhltechnik GmbH + Co. KG, die HOGGI GmbH, die Rehatec Dieter Frank GmbH oder die Schuchmann GmbH & Co. KG. Der Marktplatz Gehirn ist erste Anlaufstelle für alle, die sich mit den Themen Hirnschädigungen, Schlaganfall oder neurologischer Rehabilitation auseinandersetzen. Im von der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung und dem hw-studio weber gestalteten Programm referieren Fachleute zum Beispiel über die Fahreignung bei neurologischen Erkrankungen, die ambulante Bobath-Rehabilitation bei Schlaganfall-Betroffenen und Gedächtnistraining im Alltag.

Testen und Ausprobieren von Neuheiten

Das Rahmenprogramm der REHAB bietet aber auch zahlreiche Möglichkeiten, Produkte zu testen: Ein Testparcours ermöglicht es, Scooter, Dreiräder und Handbikes vor Ort auszuprobieren. Auf der Inklusiven Sportstätte können sich Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam in inklusiven Sportarten versuchen. Produkte der ambulanten Pflege und außerklinischen Intensivversorgung stehen bei Produktdemonstrationen auf dem Marktplatz Homecare und Pflege zum Testen bereit. Im Rahmen einer CYBATHLON Prothesen Series können die Besucher nicht nur Träger einer Arm- oder Beinprothese beim Lösen von Alltagsherausforderungen beobachten, sondern durch Abknickprothesen die Herausforderungen eines Lebens mit Prothese auch selbst erleben. Auf dem Marktplatz Auto und Verkehr können Interessierte maßgeschneiderte Lösungen für das Auto entdecken und direkt ausprobieren. Die Mobilcenter Zawatzky GmbH stellt dafür beispielsweise mehrere Volkswagen und die Allied Vehicles Group verschiedene Ford-Modelle zur Verfügung. Die PARAVAN GmbH lässt die Besucher die Fahreigenschaften eines umgebauten Peugeot Traveller, MB Sprinter und VW Passat erproben.

2019-04-29
Ansätze für eine Verbesserung der Hilfsmittelversorgung
Intensiv-Workshop
Thomas Hildenbrand, Geschäftsführer des Reha-Netzwerks ROLLETS, bietet auf der REHAB Intensiv-Workshops zur Rollstuhl- und Hilfsmittelversorgung an (Foto: ROLLETS).

Karlsruhe, 29. April 2019 – Wer infolge eines Unfalls oder einer Krankheit auf Hilfsmittel angewiesen ist, muss die für ihn nötigen Hilfsmittel beantragen. Dabei durchläuft er verschiedene Stufen, die von der Bedarfsfeststellung bis zur Einweisung in den Gebrauch des Hilfsmittels reichen. Dass dieser Prozess komplex und auch nicht unproblematisch ist, macht ein Interview mit Thomas Hildenbrand, Geschäftsführer des Reha-Netzwerks ROLLETS deutlich. Auf der REHAB – Fachmesse für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion, die vom 16. bis 18. Mai in der Messe Karlsruhe stattfindet, bietet der Experte Intensiv-Workshops zum Thema an. Die Seminare befassen sich zum Beispiel mit dem Versorgungsprozess von Hilfsmitteln sowie Argumentationen gegenüber Kostenträgern anhand konkreter Beispiele in der Mobilität. Außerdem werden rückenentlastende Transfertechniken oder die gerätegestützte Stehtherapie anhand individueller Hilfsmittel thematisiert.

Herr Hildenbrand, wie läuft der Prozess der Hilfsmittelversorgung in der Regel ab?

Gehen wir einmal von einer Person aus, die infolge eines Schlaganfalls oder durch eine Querschnittlähmung auf den Rollstuhl angewiesen ist. Sie wird bereits oft übereilt im Krankenhaus mit einem Rollstuhl mobilisiert und bekommt vom Sanitätshaus nach Verschreibung des Arztes sehr zügig den benötigten Rollstuhl für zu Hause geliefert. Das ist jetzt nur eine grobe Beschreibung, da der genaue Ablauf – abhängig von der Situation und den Beteiligten – sehr unterschiedlich ist. Allgemein kann man aber sagen, dass dieser Prozess systembedingt aufgrund der Faktoren Zeit, Kosten und Ausbildung meist nicht unproblematisch ist.

Können Sie das genauer erläutern?

Wie gesagt, die genannten Aspekte sind systembedingt. Die Beteiligten – also Therapeuten, Sanitätshäuser als Leistungserbringer und beispielsweise Krankenkassen als Leistungsträger – stehen unter einem großen Zeit- und Kostendruck. Wenn Fachhändler an einem Tag 15 Auslieferungen beziehungsweise Anpassungen von Hilfsmitteln haben, bleibt ihnen kaum Zeit für eine individuelle Einweisung und Beratung des Patienten. Auch die Frage nach den Kosten spielt im Prozess der Hilfsmittelversorgung eine zentrale Rolle. Oft wird mit Fallpauschalen gearbeitet, die vorgeben, in welchem preislichen Rahmen sich die Hilfsmittel bewegen müssen. Unter Umständen sind Klienten durch Ausschreibungen aufgrund festgelegter Verträge an bestimmte Sanitätshäuser gebunden. Oft können Mehrkosten nur über den zuzahlenden Versicherten abgerechnet werden. Therapeuten und Versorger haben außerdem kaum Möglichkeiten, Beratungen abzurechnen.

Wie lässt sich das Vorgehen verbessern?

Vor der Versorgung mit einem bestimmten Hilfsmittel sollte ein sogenanntes Anforderungsprofil für den Patienten erstellt werden, das sein Wohn- und Arbeitsumfeld sowie seine Freizeitgewohnheiten berücksichtigt. Dazu könnte man zum Beispiel einen zukünftigen Rollstuhlnutzer zunächst mit einem Leihrollstuhl die Tauglichkeit des Rollstuhls in seinem Alltag testen lassen. Therapeuten und Versorger können den Patienten in dieser Zeit zu Hause besuchen und prüfen, wie er mit dem Hilfsmittel zurechtkommt. Dabei lässt sich auch beobachten, ob es noch Entwicklungen oder Veränderungen an der Situation des Patienten gibt. Erst nach dieser gründlichen Evaluation sollte das passende Hilfsmittel verschrieben werden, so dass die Beteiligten gegebenenfalls auf einen anderen Rollstuhl umsteigen können. Ein solches Vorgehen würde Frust, Folgekosten und Fehlversorgungen vermeiden und wäre damit unterm Strich vermutlich günstiger als das jetzige Verfahren. Der Ansatz bei Anforderungsprofilen, der den Bedarf genau überprüft, braucht aber Zeit – Zeit für Beratung, Erklärung, Rückmeldung und Evaluation und das heißt Zeit, die etwas kostet. Unter anderem auch deshalb, weil Therapeuten und Versorger die Zeit natürlich abrechnen können müssten. Andererseits erreichen Menschen mit Handicap mit der richtigen Versorgung durch Hilfsmittel aber eine höhere Lebensqualität und eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.

Wie wichtig ist ein umfangreiches Fachwissen?

Den Patienten wäre sicher bereits sehr geholfen, wenn alle, die am Versorgungsprozess beteiligt sind, hierin besser ausgebildet würden und ein größeres Fachwissen hätten. Dabei geht es um den Prozessablauf, aber auch um die vielen administrativen Aufgaben und das Ausfüllen der verschiedenen Anträge sowie das Wissen über die meist sehr komplexen Hilfsmittel. Es gibt über 50.000 Hilfsmittel in Deutschland – da ist es schwer, den Überblick zu behalten. Ständig kommen neue Produkte hinzu. Und das ist auch gut so, weil neue Produkte Innovation und Fortschritt bedeuten. Damit die am Versorgungsprozess Beteiligten die Vor- und Nachteile eines Hilfsmittels für den einzelnen Patienten jedoch realistisch einschätzen können, bedarf es eines vertieften Wissens über Hilfsmittel. Das sollte schon in der Ausbildung vermittelt und durch Fortbildungen ständig aktualisiert werden. Fortbildungen helfen als neutrale Instanz auch dabei, die Produkte einzuordnen.

Was bieten Sie in diesem Zusammenhang auf der REHAB an?

Wir bieten auf der REHAB Intensiv-Workshops zur Rollstuhl- und Hilfsmittelversorgung an. Darin vermitteln wir Wissen zum Versorgungsprozess von Hilfsmitteln und informieren neutral über verschiedene Hilfsmittel. Außerdem stellen wir das Konzept des Anforderungsprofils als stringentes und überlegtes Vorgehen bei der Hilfsmittelversorgung detailliert und an Fallbeispielen vor. Es gibt im Versorgungsprozess viele Fehlerquellen, Irrtümer und administrative Hürden. Wir wollen in unseren Seminaren und Workshops zeigen, wie wichtig eine optimale Hilfsmittelversorgung und ein geschulter Blick sein können, und die Teilnehmer dazu ermutigen und dafür begeistern. Unsere Seminare und Workshops richten sich an alle Berufsgruppen, die im Versorgungsprozess involviert sind. Das sind Therapie- und Pflegefachkräfte, Sanitätsfachhändler, Ärzte, Kostenträger und anverwandte Berufsbilder. Für einen Workshop von je 45 Minuten erhalten Therapie- und Pflegekräfte je einen Fortbildungspunkt. Das Angebot ist für Inhaber eines gültigen Messetickets kostenlos. Interessierte müssen sich nur zuvor anmelden.

Das Programm der Intensiv-Workshops kann unter www.rehab-karlsruhe.com/rollets abgerufen werden. Messetickets und Anmeldung zu den Intensiv-Workshops unter: www.rehab-karlsruhe.com/tickets

Zur REHAB Karlsruhe

Seit 1980 ist die REHAB als eine der weltweit führenden Fachmessen für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion alle zwei Jahre eine feste Größe im Veranstaltungskalender für Reha-Fachleute sowie Menschen mit Handicap und deren Angehörige. Hier werden die neuesten Reha-, Orthopädie- und Medizintechnikprodukte sowie Innovationen für Pflege und Therapie präsentiert. Marktplätze bündeln die vielfältigen Messethemen und fördern den lebendigen Austausch untereinander. Zahlreiche Vorträge, Live-Vorführungen, Diskussionsrunden und Fortbildungen runden das Rahmenprogramm ab. Die 20. REHAB findet vom 16. bis 18. Mai 2019 in der Messe Karlsruhe statt.

2019-04-29
Mobilität und Sicherheit für Senioren
Ältere Dame wird im Treppenlift sitzend beraten.
Auf der REHAB können sich Interessierte über Produkte für ein barrierefreies und unabhängiges Leben informieren (Foto: KMK/Behrendt und Rausch).

Karlsruhe, 29. April 2019 – So lange wie möglich in den eigenen vier Wänden und im bekannten Wohnumfeld leben – das ist ein nachvollziehbarer Wunsch vieler älterer Menschen. Schließlich ist das eigene Zuhause ein Ort der Geborgenheit und mit vielen Erinnerungen verknüpft. In der gewohnten Umgebung können auch die Dinge des täglichen Lebens wie Einkaufen mit der passenden Unterstützung häufig gut selbstständig erledigt werden. Es geht also sowohl um Lebensqualität als auch um Eigenständigkeit. Auf der REHAB – Fachmesse für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion können sich Interessierte vom 16. bis 18. Mai über Produkte für ein barrierefreies und unabhängiges Leben informieren. Neben Rollatoren, Scootern und Gehhilfen präsentieren die Aussteller Lösungen für barrierefreie Bäder sowie Treppenlifte und Aufzüge. Eine Sonderschau widmet sich den neuesten Alltagsunterstützenden Assistenzlösungen für einen sicheren und selbstbestimmten Alltag. Vorträge wie „Bauen im Bestand - individuelle Lösungsansätze“ und „Assistive Systeme für ein selbstbestimmtes Leben“ vermitteln den Besuchern Wissen für die Planung und Umsetzung eigener barrierefreier Bauvorhaben und zeigen die Leistungsfähigkeit moderner Assistenzsysteme.

Mehr Freiheit durch Alltagsunterstützende Assistenzlösungen

Zu mehr Selbstbestimmung tragen auch Alltagsunterstützende Assistenzlösungen bei. Die smarten Technologien erleichtern Menschen mit Alters- und Mobilitätseinschränkungen den Alltag und geben Sicherheit. Auf der REHAB können sich Senioren zum Beispiel bei der RUSSKA – Ludwig Bertram GmbH über Pflegerufsender und –empfänger informieren, die einem die Gewissheit geben, dass Hilfe nur einen Knopfdruck entfernt ist. Funk-Sensor-Matten und weitere passive Signalgeber bieten auch sturzgefährdeten Menschen mehr Sicherheit und unterstützen Pflegepersonal oder Angehörige bei der notwendigen Beaufsichtigung.

elektrische Rollator ello
Die eMovements GmbH präsentiert den elektrischen Rollator ello (Foto: KMK/Behrendt und Rausch).

Mobil innerhalb und außerhalb der Wohnung

Wenn das Treppensteigen mühsam wird, kann ein Treppenlift beim Überwinden der Stufen helfen und ein sicheres Erreichen der oberen Etage garantieren. Treppenlifte können bei unterschiedlichsten Treppenformen sowohl im Innen- als auch im Außenbereich eingebaut werden und stellen meist nur geringe Anforderungen hinsichtlich Mindestbreite und maximaler Steigung der Treppe. Auf der REHAB stehen viele Modelle funktionsbereit zum Testen zur Verfügung. Interessierte können sich zum Beispiel bei der Karlsruher STUFENLOS Mobilität nach Maß GmbH oder der familiengeführten LiftTec GmbH aus Baden-Württemberg beraten lassen. Auch Deutschlands Marktführer LIFTA, eine Marke der Liftstar GmbH, ist vor Ort. Um auch außerhalb der eigenen vier Wände mobil und unabhängig zu sein, bietet der Markt vielfältige Mobilitätshelfer vom Elektromobil bis zum Rollator. Die Entwicklungen der letzten Zeit sind von besonderem Ideenreichtum geprägt: Zum Beispiel lässt sich das faltbare Elektromobil ATTO wie ein Rollkoffer hinterherziehen und kann auch auf Flugreisen mitgeführt werden. Der elektrische Rollator ello unterstützt den Verwender durch seinen Motor bei jedem Schritt. Das Dreirad Tandem der Wulfhorst GmbH bietet zahlreiche Möglichkeiten den vorderen Fahrer zu entlasten. Alle entscheidenden Funktionen wie Schalten, Bremsen, Lenken und Treten können von der hinteren Sitzposition übernommen werden. Dies lässt sich jedoch auch abschalten, so dass der Vordermann lenkt und ständig mittreten muss.

Zur REHAB Karlsruhe

Seit 1980 ist die REHAB als eine der weltweit führenden Fachmessen für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion alle zwei Jahre eine feste Größe im Veranstaltungskalender für Reha-Fachleute sowie Menschen mit Handicap und deren Angehörige. Hier werden die neuesten Reha-, Orthopädie- und Medizintechnikprodukte sowie Innovationen für Pflege und Therapie präsentiert. Marktplätze bündeln die vielfältigen Messethemen und fördern den lebendigen Austausch untereinander. Zahlreiche Vorträge, Live-Vorführungen, Diskussionsrunden und Fortbildungen runden das Rahmenprogramm ab. Die 20. REHAB findet vom 16. bis 18. Mai 2019 in der Messe Karlsruhe statt. Nähere Informationen unter www.rehab-karlsruhe.com

2019-03-28
Mobil mit Handicap

Karlsruhe, 28. März 2019 – Selbstbestimmte Mobilität ist für Menschen mit Handicap von großer Bedeutung. Mobilität erweitert den Aktionsradius, dehnt das Betätigungsfeld aus und fördert soziale Kontakte. Damit ist sie eine fundamentale Voraussetzung für Inklusion und Teilhabe. Die UN-Behindertenrechtskonvention, die vor 10 Jahren von Deutschland als einem der ersten Länder ratifiziert wurde, schreibt der Mobilität eine Schlüsselrolle zu. Artikel 20 zielt darauf, persönliche Mobilität mit größtmöglicher Unabhängigkeit sicherzustellen und benennt den Zugang zu Mobilitätshilfen als wirksame Maßnahme. Auf der REHAB – Fachmesse für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion in der Messe Karlsruhe können sich Fach- und Privatbesucher vom 16. bis 18. Mai über aktuelle Mobilitätslösungen für Menschen mit Handicap informieren. Zahlreiche der insgesamt rund 450 Aussteller aus 20 Ländern präsentieren Mobilitätshilfen. Diese ermöglichen einen Positionswechsel, die Fortbewegung innerhalb und außerhalb der Wohnung oder die Nutzung von Fahrzeugen. Das Produktportfolio reicht von Gehhilfen und Scootern über manuelle und elektrische Rollstühle bis hin zu Handbikes, Spezialfahrrädern und Autos. Ein Testparcours und die KFZ-Teststrecke geben Interessierten die Gelegenheit, Fahrgeräte und Autos vor Ort auszuprobieren. Mit Vorträgen wie „Aktivrollstuhlversorgung bei Kindern: ‚Ich bin dann mal weg – eigenständig mobil werden‘“ und „Duo Dreiräder sind Behinderten-Tandems und bieten so viel mehr als nur Radfahren“ wird das Thema Mobilität auch im Rahmenprogramm der Messe aufgegriffen.

Auf einem Testparcours können Interessierte Fahrgeräte vor Ort auszuprobieren.
Auf einem Testparcours können Interessierte Fahrgeräte vor Ort auszuprobieren. (Foto: Behrendt und Rausch)

Eine Auswahl aktueller Mobilitätslösungen auf der REHAB:

Gut gefedert und individuell anpassbar – Der manuelle Rollstuhl ICON A1 absorbiert dank einer einzigartigen Federung, die sich als schlanke Mittelachse direkt unter der Sitzfläche befindet, effektiv Stöße von Bordsteinen, Schwellen und Stufen, die langfristig zu Schädigungen des Nackens, der Brustwirbel und des unteren Rückens führen können. Durch das sanfte Abfedern von Unebenheiten des Untergrunds werden Schmerzen im Oberkörper und Spastik in den Beinen reduziert und die Blasenkontrolle verbessert. Eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten erlaubt es, den Rollstuhl individuell anzupassen und über einen langen Zeitraum zu nutzen. Für Kinder und Erwachsene wird die gleiche Basis mit unterschiedlichen Sitzeinheiten verwendet. Eine variable Einstellung des Radsturzes ist bis 14 Grad möglich. Auf der REHAB wird der ICON A1 von der TRV Technik und Reha Vertriebs GmbH präsentiert.

ICON A1
Auf der REHAB wird der ICON A1 von der TRV Technik und Reha Vertriebs GmbH präsentiert. (Foto: TRV Technik und Reha Vertriebs GmbH)

Antriebe für manuelle Rollstühle – Die Alber GmbH, Spezialist für Rollstuhlantriebe, zeigt mit dem Zuggerät e-pilot P15 und dem Zusatzantrieb e-motion M25 zwei Produkte, die den Aktionsradius von Fahrern manueller Rollstühle erhöhen. Der e-pilot P15 kann schnell und einfach am Rollstuhl befestigt werden und ist mit einer Reichweite von circa 50 km bei mittleren Distanzen eine umweltfreundliche und komfortable Alternative zum mühsamen Transfer ins Auto. Das Standardmodell bietet zahlreiche Funktionen wie ein Farbdisplay, einen USB-Anschluss und einen herausnehmbaren Lithium-Ionen-Akku-Pack. Durch optionale Erweiterungen kann beispielsweise die Fahrgeschwindigkeit von sechs auf maximal 20 km/h erhöht werden. Für sein formschönes Design wurde der e-pilot P15 mit dem German Design Award 2019 in den Kategorien „Universal Design“ und „Medical, Rehabilitation and Health Care“ ausgezeichnet.

e-pilot P15
Der e-pilot P15 der Alber GmbH (Foto: Alber GmbH)

Der Rollstuhlantrieb e-motion M25 überzeugt vor allem durch sein geringes Gewicht von nur 7,8 kg pro Rad und seine Motorenleistung. Bei einer Reichweite von bis zu 25 km liegt die maximale Unterstützungsgeschwindigkeit bei 8,5 km/h. Gleichzeitig lässt sich der e-motion M25 als einer der wenigen aktiven Zusatzantriebe individuell auf die Bedürfnisse und das Fahrverhalten des Rollstuhlfahrers anpassen. Werksseitig sind vier Fahrprofile mit je zwei Unterstützungsstufen für den Innen- und Außenbereich voreingestellt. Die Empfindlichkeit der Fahrsensoren an den Greifreifen der Antriebsräder ist in sieben Stufen verstellbar. Eine Rückrollverzögerung, der Cruise Mode, der mit nur einer Anschubbewegung eine vorgegebene Geschwindigkeit dauerhaft hält, und eine ECS-Fernbedienung komplettieren das Angebot.

Rollstuhlantrieb e-motion M25
Der Rollstuhlantrieb e-motion M25 überzeugt vor allem durch sein geringes Gewicht von nur 7,8 kg pro Rad und seine Motorenleistung. (Foto: Alber GmbH)

Ganzheitliches Mobilitätskonzept für bewegungseingeschränkte Menschen – In Halle 1 und 2 informiert die PARAVAN GmbH auf insgesamt 500 Quadratmetern über ganzheitliche Mobilitätskonzepte für Menschen mit Handicap. Neben Einzellösungen für den Fahrzeugumbau wie Rollstuhlverlade-Systeme, Heckeinstieg oder Drehschwenksitze werden sehr individuelle komplexe Fahrzeuglösungen für schwerstbehinderte Personen vorgestellt. Als Reaktion auf die Diskussion um Dieselfahrverbote bildet die Elektromobilität in diesem Jahr einen Schwerpunkt: Die PARAVAN GmbH präsentiert den Umbau eines Elektrofahrzeugs mit Einstiegshilfe und Rollstuhlverladesystem und zeigt die Chancen und Grenzen der Elektromobilität bei Autos für Menschen mit Handicap auf. Zudem wird der PR 40, ein leichter, wendiger, multifunktionaler Elektrorollstuhl mit Steh-, Liege-, Sitz- und Kantelfunktion auf der REHAB Premiere feiern.

umgebautes Auto der PARAVAN GmbH
Die PARAVAN GmbH informiert auf insgesamt 500 Quadratmetern über ganzheitliche Mobilitätskonzepte für Menschen mit Handicap. (Foto: PARAVAN GmbH)

Zur REHAB Karlsruhe

Seit 1980 ist die REHAB als eine der weltweit führenden Fachmessen für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion alle zwei Jahre eine feste Größe im Veranstaltungskalender für Reha-Fachleute sowie Menschen mit Handicap und deren Angehörigen. Hier werden die neuesten Reha-, Orthopädie- und Medizintechnikprodukte sowie Innovationen für Pflege und Therapie präsentiert. Marktplätze bündeln die vielfältigen Messethemen und fördern den lebendigen Austausch untereinander. Zahlreiche Vorträge, Live-Vorführungen, Diskussionsrunden und Fortbildungen runden das Rahmenprogramm ab. Die 20. REHAB findet vom 16. bis 18. Mai 2019 in der Messe Karlsruhe statt.

2019-03-12
Vorschau zur REHAB 2019 in der Messe Karlsruhe
Auf der Pressekonferenz der REHAB wurde über Fakten und Highlights der REHAB informiert. (Foto: KMK/Jürgen Rösner)
Auf der Pressekonferenz der REHAB wurde über Fakten und Highlights der REHAB informiert. (Foto: KMK/Jürgen Rösner)

Karlsruhe, 12. März 2019 – Zum 20. Mal können sich Reha-Fachleute sowie Menschen mit Handicap und ihre Angehörigen vom 16. bis 18. Mai auf der REHAB über neue Trends und Entwicklungen für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion informieren und beraten lassen. Um das qualitativ hochwertige und informative Angebot zu präsentieren, sind zwei barrierefreie Messehallen, Aktionshalle und Freigelände maximal gefüllt. Die Gesamtfläche der Messe ist um rund 14 Prozent auf 40.000 Quadratmeter gewachsen. Circa 450 Aussteller aus 20 Ländern sowie etwa 18.000 Besucher werden zur REHAB erwartet. Vom Start-up bis zum Marktführer sind Hersteller, Händler, Dienstleister und Verbände vertreten, die die gesamte Bandbreite der Hilfsmittelbranche repräsentieren. Um eine schnelle Orientierung und den Austausch untereinander zu fördern, gliedert sich das Angebot in thematische Marktplätze. Jürgen Dusel, der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, hat die Schirmherrschaft für die REHAB übernommen und wird zur Eröffnung persönlich anwesend sein.

Zahlreiche neue Aussteller auf den Marktplätzen

Viele Erstaussteller bereichern in diesem Jahr die REHAB. Insbesondere auf dem Marktplatz „Freizeit und Reisen“ ergänzen neue Aussteller wie das Ferienhotel Bodensee Stiftung Pro Handicap und die Betreiber des skywalk allgäu Naturerlebnisparks das Angebot für barrierefreies Reisen. Die Lifta GmbH, Hersteller von Deutschlands meist verkauftem Treppenlift, wird erstmals auf dem Marktplatz „Bauen und Wohnen“ ausstellen. Außerdem sind zum Beispiel die HERNIK GmbH, die Pohlig GmbH, HASE BIKES, der niederländische Rollstuhlhersteller Life & Mobility GmbH und die Allied Vehicles Group aus Großbritannien auf der REHAB neu dabei.

Demonstration von Produkten der außerklinischen Intensivversorgung

Für die Besucher gibt es auf dem Marktplatz „Homecare und Pflege“ in diesem Jahr erstmals individuelle und praxisnahe Vorführungen von Produkten der ambulanten Pflege und außerklinischen Intensivversorgung. Organisiert werden die kostenfreien Produktdemonstrationen vom Competenz Netzwerk Außerklinische Intensivversorgung e.V. (CNI) in Zusammenarbeit mit Ausstellern des Marktplatzes. Die Mölnlycke Health Care GmbH gibt zum Beispiel Einblicke in die moderne Wundversorgung und ermöglicht das Üben an einem Dummy. Die HiPP GmbH & Co. Vertrieb KG informiert über enterale Ernährung und das Kochen mit HiPP Trinknahrung. Auch zwei Erstaussteller beteiligen sich an dem Angebot: Die Smiths Medical Deutschland GmbH stellt ihre Trachealkanülen und Infusionspumpen und die Philips GmbH Respironics ihre Sauerstofftherapie- und Hustenassistenzgeräte zum Testen zur Verfügung.

Fachvorträge, Weiterbildung und wissenschaftliches Symposium

Neben Ausstellern bietet die REHAB mit ca. 140 Vorträgen ein umfangreiches fachliches und informatives Vortragsprogramm, das von der ZNS - Hannelore Kohl Stiftung, dem hw-studio weber mit der Fachzeitschrift „not“, der Internationalen Fördergemeinschaft rehaKIND e. V. sowie kompetenten Ausstellern gestaltet wird. Erstmals organisiert auch der Deutsche Schwerhörigenbund Landesverband Baden-Württemberg e.V. zusammen mit dem Cochlea Implantat Verband Baden-Württemberg e.V. ein Vortragprogramm für den Themenpark Hören im Fachforum in Halle 1.

Für Therapeuten, Fachhändler und beruflich Pflegende bietet das Reha-Netzwerk ROLLETS zum ersten Mal Intensiv-Workshops zu Themen der Rollstuhl- und Hilfsmittelversorgung an. Für die Workshops, die zum Beispiel den Versorgungsprozess von Hilfsmitteln, Argumentationen gegenüber Kostenträgern oder rückenentlastende Transfertechniken thematisieren, erhalten Therapie- und Pflegekräfte je einen Fortbildungspunkt.

Die ETH Zürich und das Karlsruher Institut für Technologie organisieren auf der REHAB eine CYBATHLON Prothesen Series. Dabei lösen Menschen mit einer Arm- oder Beinprothese an den Alltag angelehnte Aufgaben und demonstrieren so die Möglichkeiten und Grenzen der Prothesen. Auf dem begleitenden wissenschaftlichen Symposium präsentieren Wissenschaftler aus den Bereichen Prothetik, Orthetik, Exoskelett und verwandten Gebieten ihre Forschungsarbeiten und Erkenntnisse zum Thema.

Talkreihe „Snack and Talk“, VR-Kino und Mitmachaktionen

In der Talkreihe „Snack and Talk“ im Kulturbistro geben unter anderem die Monoskifahrerin und mehrfache Paralympics-Siegerin Anna Schaffelhuber und Tobias Pfeiffer, Küchenchef des Restaurants handicap in Künzelsau, Einblicke in die Lebensrealität von Menschen mit Behinderung. Ein Virtual Reality-Kino lässt die Besucher virtuell Orte bereisen, die für viele Menschen mit und ohne Handicap schwer zu erreichen sind.

Der Testparcours für Scooter, Dreiräder sowie Handbikes und die KFZ-Teststrecke ermöglichen es Interessierten, Fahrgeräte und Autos vor Ort zu testen. Auf der Inklusiven Sportstätte können sich Menschen mit und ohne Behinderung gemeinsam in inklusiven Sportarten versuchen und mit Trainern und Profis trainieren. Zum Angebot gehören zum Beispiel Wheelsoccer, Badminton oder erstmals Handball und Tischtennis. Mit Rollstuhltanz und E-Hockey werden zwei Sportarten zum zweiten Mal angeboten, die Interessierte nur selten direkt und unverbindlich ausprobieren können.

2019-02-01
REHAB zeigt Innovationen in Aktion
REHAB in der Messe Karlsruhe
Die REHAB findet vom 16. bis 18. Mai 2019 in der Messe Karlsruhe statt. (Behrendt udn Rausch)

Karlsruhe, 01. Februar 2019 – Vom 16. bis 18. Mai präsentieren in der Messe Karlsruhe rund 450 Aussteller aus 18 Ländern die neuesten Reha-, Orthopädie- und Medizintechnikprodukte sowie Innovationen für Pflege und Therapie auf der REHAB – Fachmesse für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion. Ob Rollstühle, Kommunikationshilfen oder Treppenlifte – von engagierten Start-ups bis zu etablierten Branchengrößen beraten vielfältige Unternehmen der Branche zu ihren aktuellen Entwicklungen. Auch Selbsthilfegruppen, Reiseanbieter und Bildungseinrichtungen informieren darüber, wie sie Menschen mit Behinderung unterstützen. Um eine schnelle Orientierung und den Austausch untereinander zu fördern, gliedert sich das Spektrum der Messe in zehn thematische Marktplätze. Neu im Rahmenprogramm sind unter anderem zwei Angebote, bei denen die Besucher die Leistungsfähigkeit der gezeigten Innovationen live erleben können: die Homecare-Praxisinsel und die CYBATHLON Arm- und Beinprothesen Series.

Homecare-Praxisinsel mit Produktdemonstrationen

Angesichts der steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen und des häufigen Wunsches, zu Hause versorgt zu werden, gewinnt die ambulante Pflege und die außerklinische Intensivversorgung immer mehr an Bedeutung. Dieser Tatsache trägt der bereits auf der letzten REHAB erstmals eingerichtete Marktplatz „Homecare und Pflege“ mit Ausstellern und Rahmenprogramm Rechnung.

In diesem Jahr wird das Angebot des Marktplatzes durch die neue Homecare-Praxisinsel erweitert. Sie bietet beruflich Pflegenden, Fachhändlern und Angehörigen praxisnahe Vorführungen von Produkten der außerklinischen Intensivversorgung. Organisiert werden die kostenfreien Produktdemons-trationen vom Competenz Netzwerk Außerklinische Intensivversorgung e. V. (CNI) in Zusammenarbeit mit Partnern der Industrie.

Marktplatz
In diesem Jahr wird der Marktplatz "Homecare und Pflege" um die neue Homecare-Praxisinsel erweitert. (Behrendt und Rausch)

CYBATHLON Arm- und Beinprothesen Series

Gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist der CYBATHLON auf der REHAB für eine CYBATHLON Arm- und Beinprothesen Series zu Gast. Der CYBATHLON ist ein einzigartiger Wettkampf, bei dem sich Menschen mit körperlichen Behinderungen beim Absolvieren alltagsrelevanter Aufgaben mittels modernster technischer Assistenzsysteme messen. Ziel ist es, den Fortschritt in Forschung und Entwicklung sowie der Umsetzung der Assistenzsysteme voranzutreiben und Inklusion zu fördern. Der von der ETH Zürich organisierte Wettkampf wurde erstmals 2016 durchgeführt.

Vor der zweiten Austragung im Jahr 2020 fokussieren die CYBATHLON Series Events einzelne Disziplinen. Auf der REHAB werden Menschen mit einer Arm- oder Beinprothese auf zwei parallelen Rennstrecken an den Alltag angelehnte Herausforderungen lösen und damit die Möglichkeiten und Grenzen der Technik aufzeigen. Darüber hinaus organisiert das KIT ein wissenschaftliches Symposium zum Thema „assistive and wearable robotics“.

Weitere Informationen gibt es online unter www.rehab-karlsruhe.com und unter www.cybathlon-symposium-karlsruhe-2019.org.

Zur REHAB Karlsruhe

Seit 1980 ist die REHAB als eine der weltweit führenden Fachmessen für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion alle zwei Jahre eine feste Größe im Veranstaltungskalender für Reha-Fachleute sowie Menschen mit Handicap und deren Angehörige. Hier werden die neuesten Reha-, Orthopädie- und Medizintechnikprodukte sowie Innovationen für Pflege und Therapie präsentiert. Marktplätze bündeln die vielfältigen Messethemen und fördern den lebendigen Austausch untereinander. Zahlreiche Vorträge, Live-Vorführungen, Diskussionsrunden und Fortbildungen runden das Rahmenprogramm ab. Die 20. REHAB findet vom 16. bis 18. Mai 2019 in der Messe Karlsruhe statt.

2018-11-30
Interview mit Anna Schaffelhuber - Spitzensportlerin mit Energie und klaren Zielen
Anna Schaffelhuber (Referat für Bildung und Sport / Sebastian Arlt)
Anna Schaffelhuber (Referat für Bildung und Sport / Sebastian Arlt)

Anna Schaffelhuber moderiert am 16. Mai 2019 in der Messe Karlsruhe die Eröffnung der REHAB – Fachmesse für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion. Die Karlsruher Messe- und Kongress GmbH hat mit der erfolgreichen Monoskifahrerin und mehrfachen Paralympics-Siegerin über ihren Sport, ihr Leben und ihre Zukunftspläne gesprochen.

Mit fünf Jahren haben Sie mit dem Monoskifahren angefangen. Warum haben Sie sich gerade für diesen Sport und später für den Leistungssport entschieden?

Ich habe genau bei diesem Sport schon früh den für mich richtigen Mix aus Freiheit, Geschwindigkeit und Natur gefunden. Sobald ich im Monoski sitze, komme ich genauso überall hin, wie andere Menschen auf zwei Skiern auch. Und dazu liebe ich es einfach, in den Bergen in der Natur zu sein.

Welche Ausrüstung brauchen Sie für Ihren Sport?

Monoski, Ski, Krückski (kleine Stöcke), Helm, Skibrille, Winterklamotten

Neben dem Sport und sozialen Projekten studieren Sie Lehramt Realschule für Wirtschaft und Mathematik. Wie bekommen Sie das alles unter einen Hut?

Nun ja, das ist schon sehr viel Planung, Koordination und Selbstmanagement. Ich versuche immer im Sommer so viel wie möglich zu schaffen, um dann im Winter freier für den Sport zu sein. Natürlich habe ich mir schon oft gedacht, dass man so ein Studentenleben deutlich einfacher gestalten kann, aber im Winter weiß ich wieder, wofür ich das alles nebenbei mache. Mir ist es schon immer sehr wichtig gewesen, vom Sport unabhängig zu sein und immer einen Plan B beziehungsweise überhaupt einen Plan für die Zeit nach dem Sport zu haben.

Wir freuen uns sehr, dass Sie die Eröffnung der REHAB 2019 moderieren. Was erwarten Sie sich von einer Reha-Messe?

Ich bin zum ersten Mal in Karlsruhe dabei und schon sehr gespannt, ob ich das ein oder andere Neue für mich entdecken kann. Ich freue mich auch sehr auf viele Gespräche und nette Treffen. Auf einer Messe ist es für mich immer am wichtigsten, sich auszutauschen und kleine, findige Lösungen für den Alltag zu finden.

Auf der REHAB 2019 wird es auch wieder die „Inklusive Sportstätte“ geben, auf der die Besucher mit und ohne Handicap wie in den letzten Jahren die Möglichkeit haben, inklusive Sportarten wie beispielsweise Rollstuhl-Rugby, inklusives Hockey oder Wheelsoccer kennenzulernen und auszuprobieren. Welche Sportart würde Sie noch reizen?

Hmm.... am meisten reizt mich momentan Rollstuhl-Tennis und Langlauf. Beides habe ich bisher nur mal so sporadisch ausprobiert. Jeweils ohne das perfekte Equipment. Aber das steht bei mir als Nächstes ganz oben auf meiner Liste!

Sie sind Botschafterin für das Medizintechnikunternehmen Otto Bock, das Prothesen, Orthesen und Rollstühle herstellt und auch Aussteller auf der REHAB ist. Was ist Ihnen bei einem Rollstuhl besonders wichtig?

In erster Linie: Stabilität, Leichtigkeit und ein schickes Aussehen. Der Rollstuhl ist in meinem Leben allgegenwärtig und ein Gebrauchsgegenstand. Jeden Meter, den ich mich bewege, bewege ich auch den Rollstuhl (egal ob auf einen Berg hinauf oder ob ich ihn in das Auto hebe). Dabei möchte ich so viel unnötiges Gewicht wie möglich sparen, aber auch gleichzeitig eine vernünftige Stabilität dieses „Gebrauchsgegenstands“ haben. Diese perfekte Abstimmung habe ich bei Otto Bock gefunden. Und darüber hinaus.... sieht er auch noch schick aus ;-)

Auf der REHAB präsentieren die Aussteller sowohl marktreife Produktneuentwicklungen als auch Forschungsprojekte, wie beispielsweise einen treppensteigenden Rollstuhl. Welches Hilfsmittel fehlt Ihrer Meinung nach noch auf dem Markt? Was sollte in den nächsten Jahren entwickelt werden?

Puuh.... schwierig.... wenn ich das so genau wüsste, wäre ich an der intensiven Planung! Ich habe einige Verbesserungsvorschläge, was ein Handbike beispielsweise für die Berge betrifft. Ganz allgemein würde ich mich im Sommer oder auch Winter gerne noch freier in der Natur der Berge bewegen. Ob man irgendwann einmal als Rollstuhlfahrer auf Skitouren gehen kann..... hmmm...

Was wünschen Sie sich generell von der Gesellschaft im Umgang mit Menschen mit Behinderung?

Einfach, dass man ganz normal damit umgeht. Ich persönlich mag es auch immer am liebsten, dass ich gefragt werde, bevor man Berührungsängste hat. Ganz grundlegend finde ich aber das Thema Barrierefreiheit; es ist für mich der Dreh- und Angelpunkt der Gesellschaft! Wenn ich beispielsweise nicht in ein Kino, ein Rathaus, eine Gaststätte oder einen Bäcker hineinkomme, kann ich ja schon gar nicht ganz normal am Alltagsleben teilnehmen beziehungsweise auch nicht in der vollkommenen Mitte der Gesellschaft sein. Lange hat man nun in Deutschland über dieses Thema gesprochen und diskutiert. Das war auch gut so, schließlich soll man ja zum Nachdenken anregen. Jetzt ist aber wirklich der Zeitpunkt gekommen, an dem man auch handeln muss! Deutschland kann hierbei von so vielen anderen Ländern schon lernen.

Was haben Sie in nächster Zeit persönlich und als Sportlerin noch vor?

Ich glaube, ich bin immer voll von Ideen und freue mich auf weitere Herausforderungen. Zunächst werde ich im März 2019 mein Studium an der Uni abschließen, heiraten und ein Haus bauen. Als Sportlerin ist es für mich gerade gut, wie es ist. Ich muss nichts mehr beweisen und kann einiges probieren und riskieren. Grundsätzlich sehe ich mich aktuell weiter am Start und das ist für mich gerade das Wichtigste.

Zur Person:

Anna Schaffelhuber wurde am 26. Januar 1993 in Regensburg geboren. Sie ist seit ihrer Geburt auf den Rollstuhl angewiesen und hat bereits als Kind mit dem Monoskifahren begonnen. Seitdem hat sie sich zur erfolgreichsten Monoskifahrerin weltweit entwickelt: Bei den Paralympischen Spielen in Pyeongchang, Sotschi und Vancouver hat sie insgesamt sieben Gold-, eine Silber- und eine Bronzemedaille gewonnen. Bei Weltmeisterschaften holte sie neun Mal Gold. In den Jahren 2011, 2013, 2014 und 2015 wurde Schaffelhuber jeweils als Deutsche Behindertensportlerin des Jahres ausgezeichnet – 2015 wurde sie zur Weltbehindertensportlerin gewählt. Neben ihrer Profisportkarriere studiert Anna Schaffelhuber Lehramt Realschule für Wirtschaft und Mathematik.

Zur REHAB Karlsruhe:

Seit 1980 ist die REHAB als eine der weltweit führenden Fachmessen für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion alle zwei Jahre eine feste Größe im Veranstaltungskalender für Reha-Fachleute sowie Menschen mit Handicap und deren Angehörigen. Hier werden die neuesten Reha-, Orthopädie- und Medizintechnikprodukte sowie Innovationen für Pflege und Therapie präsentiert. Marktplätze bündeln die vielfältigen Messethemen und fördern den lebendigen Austausch untereinander. Zahlreiche Vorträge, Live-Vorführungen, Diskussionsrunden und Fortbildungen runden das Rahmenprogramm ab. Die 20. REHAB findet vom 16. bis 18. Mai 2019 in der Messe Karlsruhe statt. Nähere Informationen unter www.rehab-karlsruhe.de

2018-05-16
Noch ein Jahr bis zur 20. REHAB
Die 20. REHAB findet vom 16. bis 18. Mai 2019 in der Messe Karlsruhe statt. Bildquelle: KMK/ Behrendt und Rausch

Karlsruhe, 16. Mai 2018 − Am 16. Mai 2019 startet die 20. Auflage der Fachmesse für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion (REHAB) in der Messe Karlsruhe. Bereits jetzt ist die Hälfte der verfügbaren Standflächen belegt: Branchengrößen wie AAT Alber Antriebstechnik GmbH, Burmeier GmbH & Co. KG, Otto Bock Healthcare GmbH und Schuchmann GmbH & Co. KG haben sich ihren Stand frühzeitig gesichert.

Ebenso konnten für den Marktplatz Homecare & Pflege neben bereits teilnehmenden Ausstellern wie den Firmen Mölnlycke Health Care GmbH und Börgel GmbH, zahlreiche Neu-Aussteller wie das Unternehmen Manfred Sauer GmbH hinzugewonnen werden. „Für die Jubiläumsausgabe schmieden wir derzeit an neuen Ideen mit unseren Netzwerk-Partnern und auch der Standflächenverkauf hat schon gut Fahrt aufgenommen“, so Projektleiterin Annika Gehrmeyer. Erstmalig wird das Reha-Netzwerk ROLLETS für das Rahmenprogramm eine Seminarreihe zur komplexen Hilfsmittelversorgung für Therapie- und Pflegeberufe sowie weitere Leistungserbringer und Kostenträger anbieten.

Die 4. Pflegeregionalkonferenz des Pflegebündnisses der TechnologieRegion Karlsruhe mit rund 300 erwarteten Teilnehmern und die 43. Fortbildungstagung der Vereinigung der Bobath-Therapeuten Deutschlands e.V. mit rund 250 erwarteten Teilnehmern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz finden im Konferenz Center der Messe Karlsruhe begleitend zur REHAB statt.

REHAB Karlsruhe

Seit 1980 ist die REHAB als eine der weltweit führenden Fachmessen für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion alle zwei Jahre eine feste Größe im Veranstaltungskalender für Reha-Fachleute sowie Menschen mit Handicap und deren Angehörigen. Hier werden die neuesten Reha-, Orthopädie- und Medizintechnikprodukte sowie Innovationen für Pflege und Therapie präsentiert. Marktplätze bündeln die vielfältigen Messethemen und fördern den lebendigen Austausch untereinander. Zahlreiche Vorträge, Live-Vorführungen, Diskussionsrunden und Fortbildungen runden das Rahmenprogramm ab. Die 20. REHAB findet vom 16. bis 18. Mai 2019 in der Messe Karlsruhe statt. Nähere Informationen unter www.rehab-karlsruhe.de

2017-05-13
REHAB gewinnt an Fläche, Qualität und Internationalität

Die 19. Auflage der Fachmesse für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion (REHAB) in der Messe Karlsruhe ging heute erfolgreich zu Ende: Auf insgesamt 35.000 Quadratmetern zeigten die rund 450 Aussteller aus 18 Ländern, vorrangig aus dem europäischen Ausland, ihre neuen Reha-, Orthopädie- und Medizintechnikprodukte sowie Innovationen für Pflege und Therapie. Neben einem Flächenwachstum von rund zehn Prozent verbuchte die REHAB 2017 darüber hinaus einen gesteigerten internationalen Aussteller-Anteil von 14 Prozent (2015: sieben Prozent). „Wir verzeichnen die flächenmäßig größte und internationalste REHAB seit ihrem Bestehen“, so Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Karlsruher Messe- und Kongress GmbH. „Die Besucherzahlen bleiben mit rund 18.000 Fach- und Privatbesuchern konstant und die Aussteller bestätigen, auf der REHAB ihre Zielgruppen anzutreffen - seien es Fachhändler, Therapeuten, Entscheider und Fachkräfte aus der Pflegebranche, Kostenträger oder Menschen mit Handicap und deren Angehörige.“ Insgesamt waren 95 Prozent der Besucher mit ihrem Messebesuch sehr zufrieden bis zufrieden. Die Aussteller lobten die Besucherqualität und -frequenz an den Ständen sowie den wertvollen Mix aus Fach- und Privatpublikum.

Rund 18.000 Fach- und Privatbesucher besuchten die REHAB 2017
Rund 18.000 Fach- und Privatbesucher besuchten die REHAB 2017

„Die REHAB ist Pflichttermin der Branche im Süden Deutschlands. Dies belegen die zahlreichen Zusagen der Aussteller hinsichtlich ihrer Wiederbeteiligung für 2019 schon heute“, resümiert Projektleiterin Annika Gehrmeyer. Die bundesweite Strahlkraft der REHAB unterstrichen Verena Bentele, die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen und Schirmherrin der REHAB, sowie Schauspieler Samuel Koch bei der Eröffnung der Fachmesse. Die 20. REHAB findet von 16. bis 18. Mai 2019 in der Messe Karlsruhe statt.

Besucherqualität und Zielgruppen-Mix überzeugten Aussteller

Die REHAB punktete bei Ausstellern mit einem hohen Fachbesucher-Anteil (67 Prozent) und wertvollen Kontakten zu Endverbrauchern. Sascha Schierbaum, Marketingleiter bei Schuchmann GmbH & Co.KG, bekräftigte, wie wichtig der Mix aus Fach- und Privatbesuchern für seine Beteiligung sei: „Unser Fokus liegt auf Fachhändlern, Sanitätshäusern und darüber hinaus auch auf den Endkunden, die sich informieren wollen, aber auch schon unsere Produkte nutzen. Es waren auch zahlreiche Mitarbeiter von Krankenkassen hier, die sich sehr intensiv darüber informierten, was sie bewilligen oder ablehnen.“ Auch Mela Ikanovic, Marktleiterin bei ReWalk Robotics GmbH, profitierte von beiden Besuchergruppen auf der REHAB: „Wir sind zum dritten Mal auf der REHAB, in diesem Jahr mit einem größeren Stand und voll und ganz zufrieden. Die Zusammensetzung der Besucher entspricht genau unserer Zielgruppe. Die komplette Breite unseres Marktes ist hier vertreten. In zwei Jahren sind wir auf jeden Fall wieder dabei.“ Ebenso wurde die Besucherfrequenz positiv bewertet. Sarah Bauerfeld, Marketing Coordinator Deutschland bei Permobil GmbH, resümiert: „Wir gehören zu den langjährigen Ausstellern der REHAB. Bereits mit der Öffnung der Tore war unser Stand sehr gut besucht. Die Quantität hat im Vergleich zur letzten Veranstaltung noch einmal zugenommen.“

Die REHAB ist Pflichttermin für Aussteller, um Besucher im Süden Deutschlands und dem angrenzenden Ausland zu erreichen. Harald Meyer, Teamleiter Außendienst Süd bei Russka, bestätigte: „Ich habe viele Menschen getroffen und viele Geschäftspartner, die ich länger nicht gesehen habe und mich darüber gefreut, auf der REHAB die Gespräche wieder aufnehmen zu können. Es waren im Wesentlichen süddeutsche Kontakte. Wir haben auch Schweizer da gehabt. Das war insofern positiv, als dass wir einige Gesprächspartner noch nicht kannten und dadurch die Geschäftsbeziehungen in der Schweiz wieder verbessern können.“

Dank guter Geschäfte erste Anmeldungen für 2019

Jeder vierte Besucher tätigte bereits während des Messebesuchs einen Geschäftsabschluss und mehr als 41 Prozent wollen aufgrund der hier erhaltenen Informationen dies im Nachgang tun. Sascha Kröner, Geschäftsleitung Rollstuhlbau Bräunig, äußert sich begeistert: „Der Verlauf der Messe übertrifft meine Erwartungen. Wir haben zahlreiche gute Gespräche geführt und können einige Verkaufserfolge verzeichnen.“ Bereits nach Ende des ersten Messtages konnten Anmeldungen für 2019 verbucht werden, wie die von Stefan Schaaf, Geschäftsführender Gesellschafter Humanelektronik GmbH: „Wir werden in zwei Jahren wieder in vollem Umfang und gleicher Größe auf der REHAB sein.“ Ebenso meldeten sich zahlreiche Neu-Aussteller positiv zurück wie etwa Thyl Junker, Diplom-Designer und CVO bei DESINO: „Für uns ist es das erste Mal auf der REHAB als Aussteller. Wir haben sehr viel Besuch, sind die ganze Zeit beschäftigt und ich würde sagen, wir kommen auf jeden Fall wieder.“

Familiäre Atmosphäre und direkter, interdisziplinärer Austausch

Aussteller und Besucher gleichermaßen schätzten die familiäre Atmosphäre der REHAB und unterstrichen diese als ein wichtiges Kriterium im Vergleich zu Wettbewerbsmessen. „Die REHAB ist für uns ganz klar ein Muss. Es ist eine schöne Messe und sie ist wesentlich familiärer als vergleichbare Messen“, erläutert Harald Stotz, Vertriebsleitung/Prokurist bei AAT Alber Antriebstechnik GmbH.

Mehr als 50 Prozent der Aussteller waren Hersteller-Unternehmen und alle Branchengrößen wie Ottobock, MEYRA oder Permobil präsentierten sich. Vom direkten Austausch mit Besuchern profitierten vor allem Hersteller wie Hipp. Tobias Bauer, Gebietsleiter Trink- & Sondernahrung bei Hipp, unterstreicht: „Die Teilnahme an der REHAB hat sich für uns auf jeden Fall gelohnt. Es waren Fachbesucher, aber auch Betroffene an unserem Stand, die von ihren eigenen Erfahrungen mit unseren Produkten berichtet haben. Diese Eindrücke waren sehr interessant und motivierend für uns, da wir den direkten Kontakt zu Patienten und Angehörigen sonst nicht haben und sie zeigen uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Bestnoten für Marktplatzkonzept und Rahmenprogramm

Weiterhin fanden die Themenbündelung und konzeptionelle Erweiterung positiven Anklang bei Besuchern: 91 Prozent der Befragten vergaben Bestnoten für die thematische Zentrierung und bestätigten damit die erfolgreiche Weiterführung des Marktplatzkonzepts. Der neu konzipierte „Marktplatz Homecare & Pflege“ mit einem Forum zum Thema „Außerklinische Intensivversorgung“ wurde laut Sven Kübler, Vorsitzender des Competenz Netzwerk Außerklinische Intensivversorgung e. V., sehr gut angenommen. „Die Qualität der Gespräche am Stand war sehr hoch. Das heißt, wir hatten Fachpublikum da, wir haben Entscheider und Besucher getroffen, die gezielt auf den Marktplatz kamen. Und, das muss ich sagen, war sehr, sehr gut und ein großer Erfolg!“

Das Marktplatzkonzept unterstützte die Übersichtlichkeit und förderte den lebendigen, interdisziplinären Austausch untereinander. Dessen Bedeutung betonte Frank Stotko, Referent Recruiting Remeo Projekte, Linde Remeo Deutschland GmbH: „Der Marktplatz Homecare & Pflege war optimal, um unser innovatives Konzept für langfristig beatmete Patienten zu präsentieren. Wir hatten gute Gespräche mit Kollegen und waren in regem Austausch mit Fachkräften von Intensivpflegediensten. Wir gehen davon aus, dass sich dadurch die Zusammenarbeit mit den Intensivpflegediensten in den kommenden Monaten und Jahren deutlich intensivieren wird.“

Auch das Rahmenprogramm erhielt Bestnoten: Die Expertenvorträge in den Bereichen „Hilfsmittelversorgung“, „Kinder- & Jugendrehabilitation“, „Therapie & medizinische Reha“ im Fachforum wurden von 93 Prozent der Teilnehmer mit Bestnoten belohnt. Und auch das Kulturbistro erhielt großen Zuspruch. Neben Autorenlesungen fanden hier erstmalig auch inklusive Kochshows statt.

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