02.12.2020

Inklusion: Schwerpunktthema auf der REHAB

Auf der REHAB 2021 werden erstmals erfolgreiche lokale Inklusionsprojekte mit dem Karlsruher Inklusionspreis ausgezeichnet

Karlsruhe, 02. Dezember 2020 – Am 3. Dezember wird der von den Vereinten Nationen (UN) ausgerufene internationale Tag der Menschen mit Behinderung begangen. Der Aktionstag soll die Aufmerksamkeit für die Belange von Menschen mit Behinderung steigern und den Einsatz für ihre Rechte stärken. Aber auch über zehn Jahre nach Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009, die die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen zum Ziel hat, ist in Sachen Inklusion noch viel zu tun. Den Handlungsbedarf zum Beispiel im schulischen Bereich belegt eine im November 2020 veröffentlichte Studie des Verbands Bildung und Erziehung, in der 45 Prozent der Lehrer in Deutschland angeben, dass ihre Schule überhaupt nicht barrierefrei sei. 56 Prozent der befragten 2.127 Lehrkräfte halten inklusiven Unterricht grundsätzlich für sinnvoll, allerdings glauben nur 27 Prozent, dass der gemeinsame Schulbesuch zurzeit praktisch umsetzbar ist.

Inklusive Sportangebote auf der REHAB

Auf der REHAB 2021, die vom 6. bis 8. Mai in der Messe Karlsruhe stattfindet, wird das Thema Inklusion im Hinblick auf unterschiedliche gesellschaftliche Handlungsfelder beleuchtet: von der Förderung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen über Aus- und Weiterbildung und Beruf bis hin zur kulturellen Teilhabe. Auf der inklusiven Sportstätte können Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam verschiedene inklusive Sportangebote ausprobieren und mit Profis trainieren. Die Aussteller bieten Produkte und Dienstleistungen, die die Selbstständigkeit steigern und Teilhabe ermöglichen.

Beratungsgespräch auf der REHAB

Erstmals werden auf der REHAB 2021 lokale, gelungene Inklusionsprojekte geehrt: Die Stadt Karlsruhe verleiht am 7. Mai auf der Messe den Karlsruher Inklusionspreis an Personen, Unternehmen und Verbände, die sich dafür einsetzen, Benachteiligungen von Menschen mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen abzubauen und Vorurteile zu überwinden. „Als europäische Fachmesse für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion ist die REHAB seit jeher eine Plattform für die Präsentation erfolgreicher Inklusionsprojekte und bietet damit den idealen Rahmen für die Anerkennung beispielhafter Inklusion. Der Karlsruher Inklusionspreis macht deutlich, wie viele Karlsruher Bürger und Institutionen sich für Menschen mit Behinderung engagieren. Ihre erfolgreichen Projekte sowie das Engagement der Stadt für eine inklusive Gesellschaft werden durch die Verleihung auf der REHAB einem breiten Publikum sichtbar gemacht“, erklärt Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe.

Bewerbungen bis zum 10. Februar 2021 möglich

Bewerbungen für den Karlsruher Inklusionspreis sind bis zum 10. Februar 2021 möglich. Die Vorschläge sollten schriftlich per E-Mail an behindertenbeauftragung@karlsruhe.de oder per Post (Stadt Karlsruhe, Sozial- und Jugendbehörde, Kaiserallee 4, 76133 Karlsruhe) eingereicht werden und eine Beschreibung der Aktivitäten enthalten. Anhand von Presseartikeln, Fotografien oder sonstigen Dokumenten kann gerne weiter begründet werden, warum die Preisverleihung gerechtfertigt ist. Eine Jury – bestehend aus der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe, der Kreishandwerkerschaft Region Karlsruhe, dem KVJS Integrationsamt Zweigstelle Karlsruhe, dem Staatlichen Schulamt Karlsruhe, dem Beirat für Menschen mit Behinderungen, der Sozialplanung der Stadt Karlsruhe sowie der Messe Karlsruhe – entscheidet über die Auszeichnung. Die Ausschreibung ist hier abrufbar.

Umgang mit dem Coronavirus auf der REHAB Karlsruhe

Aufgrund der dynamischen Situation des pandemischen Verlaufs lassen sich heute noch keine finalen Aussagen treffen, welche konkreten Hygiene- und Abstandsregeln für die Sicherheit von Besuchern und Ausstellern auf der REHAB 2021 gelten werden. Die Messe Karlsruhe geht das Thema proaktiv an und beobachtet den Pandemieverlauf unterstützt von einem medizinischen Fachgremium um Prof. Dr. Martin Hansis, ehemals medizinischer Geschäftsführer des Städtischen Klinikums Karlsruhe und früheres Mitglied der Hygienekommission beim Robert Koch-Institut, und Herrn Frank Eckardt, Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Karlsruhe e.V., um gemeinsam die notwendigen Sicherheits- und Hygienestandards festzulegen. „Fest steht, dass wir alles daransetzen, durch ein ausgefeiltes Sicherheits- und Hygienekonzept, das höchsten Standards entspricht, den Schutz aller Beteiligten zu ermöglichen. Messen, die deutschlandweit bereits stattgefunden haben, sind ein Beleg dafür, dass die Konzepte funktionieren“, berichtet Messechefin Britta Wirtz.

Ihre Ansprechpartnerin

Portrait Michaela Streicher
Presse
Michaela Streicher
Pressereferentin
T: +49 (0) 721 3720 2309
F: +49 (0) 721 3720 99 2309