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2020-12-02
High Tech für ein selbstbestimmtes Leben

Die in Heiligenhaus bei Düsseldorf beheimatete Hidrex GmbH ist seit fast 50 Jahren als Hersteller und Großhändler in den Bereichen Medizin und Reha tätig.

Als zertifizierter Medizinproduktehersteller legt die Hidrex GmbH dabei besonderen Wert auf Produkte, die sich an den individuellen Bedürfnissen des Anwenders orientieren und möglichst umfassend individuell angepasst werden können.

Eigene Lösungen bzw. Produkte der Hidrex GmbH sind im Geschäftsfeld REHA unter anderem

  • Human Kommunikator, AssistivePad für die Unterstützte Kommunikation,
  • Tischmittelsteuerungen, Hinterkopfsteuerungen, spezielle Joysticks als Rollstuhlsondersteuerung,
  • Computereingabehilfen (spezielle Tatstaturen und Mäuse) für Menschen mit eingeschränkter Motorik.
  • sowie der Türantrieb HIDREX|Door im Bereich Umfeldsteuerung.

Ergänzt werden die Hidrex-eigenen Lösungen durch sorgfältig ausgesuchte und getestete Produkte nationaler oder internationaler Technologiepartner. Dabei übernimmt Hidrex als Exklusivhändler nicht nur die Rolle des Distributors, sondern ist in der Regel der zentrale Ansprechpartner für den technischen Support und Service für die deutschsprachigen Märkte.

Die Assistive Robotik und ausgesuchte Zubehörartikel, wie Taster, Montagelösungen oder Funksysteme runden das Portfolio der Hidrex im Geschäftsbereich REHA ab.

Dabei arbeiten wir auch mit unseren Partnern und anderen Herstellern, wie zum Beispiel Smartbox (Grid 3, Grid Pad-Serie, Look to Learn, Scenes and Sounds), Augensteuerungsherstellern, Herstellern von Rollstuhlsondersteuerungen, Herstellern von Zubehör für Umfeldsteuerungen (zum Beispiel Unique Perspectives (HouseMate) und Eldat (Easywave)) und dem Spezialisten für Montagelösungen, der Fa. Rehadapt, und anderen sehr eng zusammen.

Im dem neu hinzugekommenen Bereich der Assistiven Robotik sind unsere starken Partner die Firmen Armon (Salvum und Edero) und Desin (Obi Speiseroboter).

Obi Speiseroboter
Obi Speiseroboter

Als Hersteller und Großhändler bildet die Hidrex GmbH ihre Kunden, also Leistungserbringer, wie z.B. Sanitätshäuser, aber auch fast alle Hersteller von Elektrorollstühlen, durch Lehrgänge und Workshops zu den Produkten intensiv aus und unterstützt, soweit notwendig, sinnvoll und möglich bei Erprobungen und Auslieferungen vor Ort beim Patienten oder telefonisch.

Weitere Informationen bekommen Sie im Interview oder unter www.hidrex.de, per E-Mail: info@hidrex.de oder telefonisch unter +49 (0)2056 9811-0.

Text und Fotos: Hidrex GmbH

2020-12-02
Klaus Brandt von der movitale im Gespräch mit Martin Schenk über innovative Mobilitätslösungen für aktive Menschen

Seit 2011 begeistert die movitale Menschen mit geringen oder umfangreichen körperlichen Beeinträchtigungen mit ihren innovativen (kompakten) Mobilitätslösungen.

Spezialisiert auf modernste falt- und teilbare Elektro-Scooter bieten Klaus Brandt und seine Mitarbeiter bedarfsorientierte Lösungen weit über die gängige „Wohnumfeld-Mobilität“ hinaus.

Der elektrisch faltbare TRANSFORMER, der luftbereifte PNEUMO, der kraftvolle FUNNY und besonders hervorzuheben der teilbare movitale ATTO sind einzigartige Begleiter für aktive Menschen, die trotz einer Mobilitätseinschränkung frei und unabhängig leben möchten.

Beruf und Freizeit lassen sich wieder unbeschwert vereinen. Museumsbesuche, Spaziergänge in der Natur, Shopping in der Innenstadt sowie Reisen mit Bus, Bahn, dem Auto oder gar dem Flugzeug sind nur einige Beispiele, in denen die faltbaren Elektromobile der movitale zu praktischen und attraktiven Lebensbegleitern werden.

Für Freunde des movitale ATTO wird das Jahr 2021 besonders interessant. Der elegante, teilbare Reise-Scooter bekommt einen sportlichen Partner, den ATTO Sport. Mit größerer Reichweite, höherer Maximalgeschwindigkeit, stoßdämpfender und pannensicherer Bereifung, aktiver Frontbremse, integrierter Beleuchtung sowie einem kraftvollen und sportlichen Design bietet der ATTO Sport zusätzlichen Fahrspaß und Sicherheit.

Im Interview mit Martin Schenk spricht Klaus Brandt über die Philosophie der movitale, berührende Geschichten aus dem Beratungsalltag sowie über Neuheiten im Produktportfolio für 2021.

Weitere Informationen unter

www.movitale.shop

www.movitale-atto.de

www.movitale-attosport.de

www.youtube.com/movitale

www.facebook.com/movitale

Text und Fotos: movitale

2020-12-02
Pflege steht in Deutschland unter Druck – 2/3 der Pflegebedürftigen werden zuhause gepflegt

Waren es 2010 noch 2,3 Mio. geht der aktuelle Pflegebericht der Bundesregierung von 3,5 Mio. Pflegebedürftigen in Deutschland im Jahr 2030 und 4,5 Mio. im Jahr 2050 aus. Demenzielle Erkrankungen und Alzheimer nehmen zu und erhöhen die Komplexität der Aufgabe, diese Menschen angemessen zu versorgen. Noch immer werden 2/3 der Pflegebedürftigen zuhause betreut. Der Pflegebericht erwähnt die Herausforderung, bei Angehörigen die Pflegebereitschaft zu fördern und zu erhalten, diese bedarfsgerecht zu unterstützen und auch Ehrenamtliche in ihrem Engagement zu stärken.

Wir befragen Brigitte Bührlen, Vorsitzende der WIR! Stiftung pflegende Angehörige e.V., zur aktuellen Situation

Brigitte Bührlen
Brigitte Bührlen, Quelle: Stiftung Pflegende

Womit haben pflegende Angehörige generell zu kämpfen?

Pflegende Angehörige sind an politischen Entscheidungen, die ihren belasteten Pflegealltag betreffen, nicht beteiligt. Wir haben unser tradiertes – und auf Familienstrukturen des 19. Jahrhundert aufgebautes – System nie wirklich reformiert, es sind lediglich neue und professionelle Versorger hinzugekommen. Einen Rechtsanspruch auf Bezahlung oder Mitsprache haben pflegende Angehörige nicht - obwohl sie die Hauptlast tragen.

Welche Unterstützungsleistungen gibt es für Pflegebedürftige und deren Angehörige?

Es gibt viele „Einzel-Töpfe“ und föderale Regelungen ohne transparente Informationen für die Betroffenen. Die wichtigsten sind Pflegegeld für häusliche Pflege, Pflegesachleistungen, Entlastungsbeträge, Pflegeunterstützungsgeld, Geld für wohnumfeldverbessernde Maßnahmen, Pflegehilfsmittel und Unterstützung der sozialen Absicherung der Pflegeperson, teilstationäre Tages- und Nachtpflege, Kurzzeitpflege und Übergangspflege... Wenn ein Pflegegrad festgestellt wurde, kann die pflegebedürftige Person aus der Pflegekasse Unterstützungsleistungen beziehen. Das Pflegegeld wird – sofern die Person zuhause gepflegt wird – an die zu pflegende Person ausgezahlt. Für pflegende Angehörige leitet sich daraus aber kein Rechtsanspruch auf Bezahlung oder transparente Einbindung in den gesamten Versorgungsprozess ab.

Sind die bestehenden Angebote klug aufeinander abgestimmt und wie komme ich zu meinen Leistungen?

Eine Infobroschüre des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) z.B. gibt Auskunft über die beschlossenen Maßnahmen und Pflegeleistungen.

Oft sind aber die vorhandenen Unterstützungsleistungen den Betroffenen gar nicht bekannt. Außerdem werden diese Maßnahmen aus der Verwaltung heraus und aus Anbietersicht entwickelt. Ihre sinnvolle und praktikable Anwendung wird nicht hinterfragt. Die Betroffenen haben sich nach den Angeboten zu richten, nicht die Angebote nach den Betroffenen. Örtliche Sozialstationen und Pflegestützpunkte können helfen, sind aber chronisch unterbesetzt und kennen nicht alle bestehenden Leistungen.

Die Heimunterbringung ist oft der letzte Ausweg, aber sich neben der eigenen Berufstätigkeit um die Eltern zu kümmern ist oft nicht möglich, Mehrfachbelastungen durch Pflege dauerhaft nicht zu stemmen. Welche Auswege könnte es geben?

Wir sollten das Pflegesystem komplett neu aufsetzen. In Skandinavien wurde die Pflege zur staatlichen Aufgabe erklärt und aus Steuermitteln finanziert. Ein Casemanager regelt den Bedarf und organisiert die Pflege. Angehörige können auf Wunsch und entsprechend den eigenen Ressourcen (Teil-) Bereiche der Pflege gegen Bezahlung übernehmen.

Für Deutschland und in einem ersten Schritt würde ich mir den Casemanager wünschen und eine Notfallhilfe, die verlässlich einspringt, wenn schlecht aufeinander abgestimmte pflegerische Maßnahmen kurzfristig ausfallen.

Muss die Politik pflegende Angehörige besser einbinden?

Unbedingt! Die Politik hat die Pflege der freien Wirtschaft und Selbstverwaltung übertragen nach dem Angebots- und Nachfrageprinzip. Sobald aber wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen geht es nicht mehr um die Betroffenen, sondern um Effizienz und Profit. Auch die Verantwortung muss geklärt werden: In Deutschland gibt es keinen staatlichen Schutz – und Kontrollmechanismus in der Pflege.

Pflegende Angehörige und auch behinderte und pflegebedürftige Personen müssen deshalb in jedem beratenden Gremium vertreten sein und kontrollieren können, wofür in Deutschland das Geld ausgegeben wird.

Was können Angehörige selbst zur Verbesserung der Situation tun?

Ich ermutige pflegende Angehörige, ihre Interessen und Wünsche direkt in die Strukturen der Politik zu tragen. Wir sind eine große und relevante Bevölkerungsgruppe und müssen uns besser vernetzen.

Link zu weiteren Infos:

Pflegeleistungen zum Nachschlagen des BMG

2020-12-02
Humanelektronik – Wir verschieben Barrieren!

Humanelektronik hat eine schöne Aufgabe: Barrieren verschieben!

Seit rund 25 Jahren entwickeln wir technische Lösungen für Menschen mit eingeschränkter Motorik und Kommunikationsfähigkeit.

Bei Humanelektronik sorgen ausgebildete Techniker, Elektronik- und EDV-Spezialisten und Therapeuten für optimale Lösungen, um Barrieren im häuslichen, schulischen und beruflichen Umfeld abzubauen und den normalen Tagesablauf so einfach wie möglich zu gestalten.

Der gute Kontakt zu Krankenkassen und Reha-Fachhändlern sowie die enge Zusammenarbeit mit Herstellern und Verbänden ergeben dabei optimale, praxisnahe Lösungen für den Nutzer. Die individuelle Beratung und auf den Einzelfall abgestimmte Systeme ermöglichen Ihnen:

  • Möglichst große Unabhängigkeit und Eigenständigkeit im täglichen Leben
  • Sicherheit
  • Kommunikation mit Anderen
  • Bewegungsfreiheit
  • Sinnvolle Beschäftigung in Beruf, Schule und Freizeit

Kommunikation

Mit Menschen sprechen – auch ohne Stimme!

Humanelektronik bietet eine Vielzahl an leistungsfähigen Kommunikationshilfen. Die Kommunikatoren ermöglichen das Erstellen von dynamischen Kommunikationstafeln mit Symbolen und Schrift. Menschen ohne oder mit stark eingeschränktem Sprachvermögen können sich so wieder verständlich machen und mit ihren Mitmenschen kommunizieren.

Mila kommuniziert mit ihren Freunden in der Schule
Mila kommuniziert mit ihren Freunden in der Schule

Sondersteuerungen

Maximale Mobilität mit minimaler Muskelkraft

Auch schwerstbehinderte Personen wollen (oder müssen!) ihren Rollstuhl selbst fahren und bedienen. Dazu wird ein normaler E-Rollstuhl ganz individuell auf das persönliche Behinderungsprofil bzw. Krankheitsbild des Nutzers abgestimmt. Von einfachen Tastern bis hin zu Hightech-Joysticks bietet Humanelektronik fast grenzenlose Möglichkeiten.

Und nicht nur der Rollstuhl lässt sich damit steuern: Rollos rauf- und runterfahren, den Fernseher einschalten, Haushaltsgeräte bedienen und sogar X-Box spielen – Alles ist möglich!

Monika steuert ihren Rollstuhl und ihr Wohnumfeld
Monika steuert ihren Rollstuhl und ihr Wohnumfeld

Augensteuerungen

Die ganze Welt mit einem Augenblick!

Die Augensteuerung SeeTech® ist ein leistungsfähiges Kommunikations- und Steuerungswerkzeug für Menschen mit ALS, Multipler Sklerose, Muskelschwäche, Locked-In-Syndrom, hoher Querschnittslähmung oder ausgeprägter Spastik. Mithilfe der SeeTech® können Kommunikationshilfen oder der PC bedient sowie der Rollstuhl oder das Umfeld gesteuert werden – das alles allein mit den Augen! Dadurch wird selbst Menschen mit schwersten Einschränkungen ein gutes Maß an Eigenständigkeit im Alltag ermöglicht.

Mehr Infos unter www.humanelektronik.de

Text und Fotos: Humanelektronik GmbH

Jan komponiert mit seiner SeeTech® Augensteuerung sogar Musik
Jan komponiert mit seiner SeeTech® Augensteuerung sogar Musik
2020-10-21
t-rv – Dein Spezialist für Sitzen und Positionieren

Als Albert Föhrenbühler, Gründer und Geschäftsführer der t-rv GmbH, vor 25 Jahren anfing, das Unternehmen aufzubauen, umfasste die Produktpalette lediglich die Stimulite-Kissen von Supracor. Der große Erfolg in Deutschland sprach sich aber schnell herum und so traten immer mehr, vor allem amerikanische, Unternehmen an die t-rv GmbH heran, um auch ihre Produkte auf dem deutschen Markt zu platzieren.

Inzwischen hat t-rv 18 namhafte amerikanische, kanadische und europäische Hersteller mit einigen tausend Artikeln im Sortiment. Die Produktpalette umfasst mit Rollstühlen, Sitzkissen, Gurtsystemen, Rückensystemen, Kopfstützen, Pelotten u.v.m. alle Bereiche, um individuelle Sitz- und Positionierungslösungen entwickeln zu können.

Bei allem Erfolg und wachsender Internationalität ist t-rv noch immer ein reines Familien-Unternehmen. Albert Föhrenbühler teilt sich die Geschäftsführung inzwischen mit seiner Tochter Nicole Püschel, die als ausgebildete Ergotherapeutin fundiertes Fachwissen mitbringt.

In den ersten Jahren baute Sohn Marco zusammen mit seinem Vater das Unternehmen auf. Marco litt selbst an einer schweren Muskelerkrankung und durch die eigene Betroffenheit hatte die Familie von Anfang an einen ganz speziellen Blick auf die Thematik und einen hohen Anspruch an die Qualität einer Hilfsmittelversorgung:

Im Mittelpunkt soll immer der individuelle Bedarf des Nutzers stehen!

Auch wenn Marco leider aufgrund seiner Erkrankung vor einigen Jahren verstorben ist, lebt dieser Grundsatz in der Unternehmensphilosophie weiter und das macht t-rv so besonders.

Rollstuhl von GTM mobil
Die Rollstühle von GTM mobil sind neu im Portfolio von t-rv.

Ganz neu im Programm sind u.a. die Rollstühle von GTM mobil. GTM hat sich seit vielen Jahren einen hervorragenden Ruf im Bereich der Sportrollstühle, z.B. Basketball, Rugby und Tennis, erarbeitet und bietet darüber hinaus aber auch ein breites Angebot an Aktiv- und Alltagsrollstühlen. Die GTM-Rollstühle zeichnen sich durch Individualität und flexible Anpassbarkeit, auch jenseits der üblichen Standardmaße, aus und passen somit perfekt in das Portfolio von t-rv.

Ebenfalls neu ist das innovative WheelAir, das weltweit erste Rückenbelüftungssystem für Rollstühle. Die meisten Rollifahrer haben Probleme mit Überhitzung und übermäßigem Schwitzen. Mit dem WheelAir kann der Nutzer nun ganz einfach die Rückenfläche belüften und damit die eigene Körpertemperatur regulieren. Das verbessert das Mikroklima sehr stark und beugt Hauterkrankungen vor.

Mehr Infos unter www.t-rv.de

Text und Foto: t-rv GmbH

WheelAir, das weltweit erste Rückenbelüftungssystem für Rollstühle
WheelAir, das weltweit erste Rückenbelüftungssystem für Rollstühle
2020-10-21
Marcel Sorg im Gespräch mit Martin Schenk über besondere Lösungen für besondere Menschen

1987 hat alles in der heimischen Garage von Hugo Sorg seinen Anfang genommen. Der Tüftler spezialisierte sich auf individuelle manuelle Rollstühle. Seit seiner Kindheit wurde dem heutigen Geschäftsführer, Marcel Sorg, dieses Ziel weitergegeben, so dass er sich 2009 im Zuge des Generationenwechsels zur Übernahme der Geschäftsführung entschloss.

Kinderrohlstuhl

SORG hat sich in 33 Jahren zum absoluten Spezialisten in der Rollstuhlversorgung für Kinder und Jugendliche, aber besonders auch im Bereich Sonderbau entwickelt. Natürlich werden auch aktive, erwachsene Rollstuhlfahrer versorgt. Für sie wird das Jahr 2021 besonders interessant, wenn SORG mit ihrem neuen AIRON einen Rollstuhl für aktive Jugendliche und Erwachsene auf den Markt bringt.

Bereits im Oktober wurde das neue dynamische Modell Dynamis TSD auf den Markt gebracht. Dieser Rollstuhl ist speziell für Leute mit Bewegungsstörungen, wie beispielsweise Spasmen, ausgelegt. Durch seine offenen Drehpunkte in der Hüfte und dem Kniewinkel, sowie der Federung in Rücken und Fußplatte, lässt der Dynamis TSD jede Streckbewegung zu und führt den Patienten wieder in seine ursprüngliche Sitzposition zurück.

Im kommenden Jahr wird, mit Einführung des Dynamis MV, ein weiterer dynamischer Rollstuhl für aktivere Rollstuhlfahrer auf den Markt gebracht, welcher die dynamische Dynamis Familie ergänzt.

Im ZOOM-Interview mit Martin Schenk erzählt Marcel Sorg, was die Philosophie von SORG ausmacht, welche emotionalen Begegnungen am Messestand von SORG immer noch in Erinnerung sind und welche Neuheiten 2021 die Produktpalette des badischen Unternehmens erweitern.

Weitere Informationen unter www.sorgrollstuhltechnik.de und facebook.com/sorgrollstuhltechnik

Text und Fotos: SORG Rollstuhltechnik GmbH + Co.KG

2020-10-21
Hollister Incorporated - Der Mensch steht im Mittelpunkt

Infyna Chic™ Einmalkatheter – Discretion by Design

Der Infyna Chic Einmalkatheter ist ein moderner Frauenkatheter, der besonders durch seine feminine Optik begeistert. Der Einmalkatheter wurde so entwickelt, dass er in jede Handtasche passt. Mit der einzigartigen Kombination aus Farbe, Design und Diskretion fügt sich der Infyna Chic Einmalkatheter und seine Verpackung in den Alltag einer Frau ein.

Infyna Chic Einmalkatheter
Der Infyna Chic Einmalkatheter begeistert durch seine feminine Optik.

Beim Infyna Chic Einmalkatheter ist der Name Programm. In Zusammenarbeit mit Fachexperten wurde ein Design entwickelt, das Frauen die Anwendung des Produktes so angenehm wie möglich macht. Der Einmalkatheter steckt in einer ansprechenden pastellrosa Verpackung. Ein schimmernder Perlmutteffekt verleiht dem Produkt eine feminine Note. Auch die passenden Konnektoren sind in diskreten Pastelltönen gehalten. Besonders attraktiv: Mit seiner kompakten Größe – die Verpackung misst gerade einmal 14,5 cm – findet der Infyna Chic Einmalkatheter überall seinen Platz.

Wie alle anderen hydrophilen Einmalkatheter von Hollister ist der Infyna Chic Einmalkatheter sofort gebrauchsfertig. Durch den Klappverschluss lässt sich die Verpackung des Katheters mit nur einer Hand öffnen und schließen. Ein Siegel zeigt zudem an, ob der Einmalkatheter noch ungeöffnet ist. Nach Wiederverschließen ist die Verpackung dicht und ermöglicht der Anwenderin die Entsorgung des Produktes, wann und wo sie möchte.

Infyna Chic Einmalkatheter mit Klappverschluss
Verpackung mit Klappverschluss
pastellfarbene Konnektoren
Die Konnektoren sind in diskreten Pastelltönen gehalten.

Natürlich bringt der Infyna Chic Einmalkatheter auch weitere bewährte Produkteigenschaften mit. Zu erwähnen ist hier der feste Katheterkörper. Die genau richtige Steifigkeit ermöglicht die einfache und berührungsfreie Anwendung. Mit einer nutzbaren Katheterlänge von 9 cm stärkt der Einmalkatheter das Sicherheitsgefühl, dass die Blase vollständig entleert wird. Die Katheterlänge inklusive des pastellfarbenen Konnektors beträgt 13 cm.

Es kann ein Standard-Auffangbeutel an den Infyna Chic Einmalkatheter angeschlossen werden, bevor er aus der Verpackung entnommen wird. Infyna Chic wird in den Ch-Größen 8, 10, 12 und 14 angeboten.

Kostenlose Testprodukte können bei Hollister Incorporated unter der gebührenfreien Telefonnummer 0800/10 15 023 oder per E-Mail an beratungsteam@hollister.com angefordert werden. Weitere Informationen zum Infyna Chic Einmalkatheter finden Sie auch unter www.hollister.de/de-de/infynachic.

Der Infyna Chic Einmalkatheter und die Verpackung – eine einzigartige Kombination aus Farbe, Design und Diskretion.

Hollister Incorporated

Niederlassung Deutschland

Riesstraße 25

80992 München

Tel. 089/99 28 86-0

www.hollister.de

Lesen Sie vor der Verwendung die Gebrauchsanleitung mit Informationen zu Verwendungszweck, Kontraindikationen, Warnhinweisen, Vorsichtsmaßnahmen und Anleitungen.

Das Hollister Logo, sowie Infyna Chic sind Warenzeichen von Hollister Incorporated. © 2020 Hollister Incorporated.

Text und Foto: Hollister Incorporated

2020-10-21
Volaris – Ansprechpartner für Individualität und Barrierefreiheit

Folgende Marken vertritt Volaris in Deutschland:

Panthera – die leichten und dynamischen Starr Rahmen Rollstühle aus Schweden

Panthera baut nicht nur den leichtesten Rollstuhl der Welt, den Panthera X. Es gibt auch eine Linie an hochwertigen Aktiv Rollstühlen, gefertigt aus dem Werkstoff Chrom Molybdän (einer Stahl Legierung) im schwedischen Design. Diese Stühle zeichnen sich durch ein geringes Gewicht und eine hohe Langlebigkeit aus. Und NEU, jetzt auch mit tollen Farbakzenten.

Zoom – Elektromobil mit 2400 Watt !

Da Volaris immer das Ziel verfolgt „mehr Freiheit“ zu schaffen, werden wir in 2021 mit dem Zoom auch ein neues Crossover anbieten, welches dem Nutzer die Möglichkeit gibt, selbstständig wieder Plätze zu erreichen, was sonst nicht so einfach möglich wäre.

Balder – Bewährt und Modern – hochwertige Elektrorollstühle aus Norwegen

Balder Elektrorollstuhl
Balder Elektrorollstuhl

Balder Elektrorollstühle zeichnen sich schon immer durch eine Vielzahl von einzigartigen elektrischen Verstellmöglichkeiten aus. Ein Hubbereich von 33-77cm (Sitzträgerkante – ohne Kissen), extrem schnelle Hubmotoren sowie hochwertige Sitzsysteme bis hin zum Recaro Sitz ergänzen diese Stühle. Und jetzt NEU sind die Balder Stühle auch mit der modernen LINX Steuerung zu haben, die dem Nutzer die Möglichkeit gibt, per APP auf seinem Smartphone die wichtigsten Daten des Elektrorollstuhls auszulesen.

Kvistberga – Rampensysteme für jeden Anspruch

Kvistberga bietet ein lückenloses Rampensortiment von 0,4 cm Schwellenversorgung bis hin zur Außenrampe mit Plattformen nach Maß. Diese schwedischen Lösungen überzeugen durch die spezielle Abstimmung mit den Anforderungen, die man hat, wenn man eine Rampe mit einem Handicap nutzen muss. Speziell die Rutschfestigkeit, Variabilität und Stabilität stehen für uns im Mittelpunkt.

2021 ist aber auch für Volaris ein besonderes Jahr, in 2021 transformieren wir uns zu einem neuen Namen, der als Oberbegriff für all unsere Vertretungen steht: ELCHTEC!

Mehr Informationen unter: www.volaris-online.de

Aus Volaris wird Elchtec (2021): www.elchtec.de

Text und Foto: Volaris Deutschland GmbH

2020-09-15
Das Ende der Genehmigungsfiktion! - Rolle rückwärts beim Bundessozialgericht zulasten der Patienten
Patientenrecht

Anfang 2013 hatte der Gesetzgeber mit dem Patientenrechtegesetz unter anderem das hehre Ziel, die gesetzlichen Krankenkassen zu schnelleren Entscheidungen zu zwingen. Sie müssen seitdem über Anträge innerhalb von 3 bzw. 5 Wochen (bei Einholung eines Gutachtens) entscheiden. Wird diese Frist versäumt, tritt die sogenannte Genehmigungsfiktion ein. Die Leistung gilt als genehmigt wie beantragt.

Eine vergleichbare Regelung wurde für alle Rehabilitationsträger mit dem Bundesteilhabegesetz auch in das SGB IX dem Gesetz zur Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen übernommen.

Zeitnahe Versorgung von Kindern und Patienten

Gerade bei Kindern und Jugendlichen ist die Zeit, die zwischen Beantragung eines Hilfsmittels und dessen Auslieferung verstreicht, extrem wichtig. Kinder und Jugendliche sind im Wachstum, entwickeln sich weiter und benötigen daher für die individuelle, altersgerechte Versorgung eine zeitnahe Versorgung.

Was ist nun passiert?

Über Jahre hinweg hat das Bundessozialgericht (BSG) dies zu Gunsten der Patienten bestätigt und zwar unabhängig davon, ob sich Patienten die beantragte Leistung, z.B. das benötigte Hilfsmittel, selbst beschafft haben (Kostenerstattung) oder die Krankenkasse zur Gewährung der Sachleistung verpflichtet werden musste.

Ohne Not und zu Lasten der Patienten hat das BSG diese positive Rechtsprechung mit Urteilen vom 26.05.2020 (B 1 KR 9/18 R) und 18.06.2020 (B3 KR 13/19 R) aufgegeben. Nun schafft die Genehmigungsfiktion nur noch eine vorläufige Rechtsposition, d.h. vereinfacht, dass die Möglichkeit der Selbstbeschaffung endet, sobald die Kasse, wenn auch verspätet, eine Entscheidung getroffen hat.

Schnelle Selbstbeschaffung auf eigene Kosten unmöglich für Familien

Jörg Hackstein, rehaKIND-Vorsitzender
Jörg Hackstein, rehaKIND-Vorsitzender

Am Beispiel der Hilfsmittelversorgung erläutert Rechtsanwalt Jörg Hackstein, rehaKIND-Vorsitzender: „Um die Genehmigungsfiktion nutzen zu können, müssen sich nun Patienten zügig zwischen Fristablauf und verspäteter Entscheidung der Krankenkasse ein Hilfsmittel auf eigene Rechnung, d.h. eigenes Risiko und Vorfinanzierung, selbst anschaffen. Der Sachleistungsanspruch, d.h. Selbstbeschaffung und die Kasse muss danach zahlen, gilt nicht mehr. Mitunter wird nämlich erst in einem noch lang andauernden Widerspruchs- und Klageverfahren geklärt, ob die Anschaffung zu Recht erfolgte.

Es ist davon auszugehen, dass nur wenige Familien bereit und finanziell in der Lage sein werden, dieses wirtschaftliche Risiko zu tragen. Damit hat das BSG die Rechte der Patienten deutlich geschwächt. Wenn der Gesetzgeber weiter Interesse an der Stärkung der Patientenrechte und insbesondere an schnellen Entscheidungen der Krankenkassen hat, muss er das Nichteinhalten von Entscheidungsfristen zugunsten der Patienten auf Seiten der Kostenträger effektiv sanktionieren und dies vor allem auch für den Sachleistungsanspruch sicherstellen. Die wenigsten Patienten können es sich auf eigenes Risiko erlauben, Leistungen selbst zu beschaffen.“

Jörg Hackstein, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Vergaberecht

Informieren Sie sich hier über den Marktplatz Kinder- und Jugendrehabilitation auf der REHAB:

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2020-09-15
Inklusive Bildung zwischen Licht und Schatten – die aktuelle Bertelsmann-Studie zieht Bilanz nach zehn Jahren Inklusion
Inklusion

In der Öffentlichkeit wurde die Umsetzung euphorisch und kritisch zugleich diskutiert. Zeit, Bilanz zu ziehen und einen Ausblick zu wagen:

Die Wahrnehmung der Gesellschaft „Inklusion sei gescheitert“ kann die im Juni 2020 erschienene Bertelsmann-Studie nicht belegen. Allerdings kommt der Ausbau der Inklusion nur schleppend voran.

Förderschulen bleiben: Die Zahl der in Förderschulen unterrichteten Schüler ist bundesweit konstant und in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich hoch. Die Zahl der Inklusionsschüler erhöht sich, da mehr Förderbedarf festgestellt wird. Leistungsstarke Kinder werden eher inklusiv beschult, das ist abhängig vom Förderbedarf.

Die Bewertung ist von der eigenen Erfahrung abhängig

Inklusiver Unterricht an allgemeinbildenden Schulen

Die Bevölkerung befürwortet mehrheitlich die Inklusion: Mehr Toleranz, mehr soziale Bereitschaft und ein besseres Miteinander würden dadurch gefördert.

Auch die Bilanz der Eltern ist generell gut. Eltern mit Inklusionserfahrung urteilen positiver als Eltern ohne konkrete Erfahrung. Die grundsätzlich positive Einschätzung ist aber abhängig von der Art des Förderbedarfs. Mehr Bereitschaft zur Zusammenarbeit zwischen den Lehrkräften, eine bessere Kooperation zwischen Eltern und Lehrern und ein positiveres Lehrer-Schüler-Verhältnis wird von Eltern mit Inklusionserfahrung attestiert.

Lernerfolge im inklusiven Unterricht sind nachgewiesen: So erreichen mehr Schüler in Regelschulen den Hauptschulabschluss als in Förderschulen. Die Orientierung der Inklusionsschüler mit Förderbedarf an ihren normal befähigten Mitschülern wirkt leistungsfördernd. Jedoch sinkt die Motivation mancher Schüler mit Förderbedarf angesichts der Leistungen ihrer nicht eingeschränkten Mitschüler.

Die Lehrerschaft urteilt deutlich kritischer: Alle Pädagog*innen wünschen sich eine Doppelbesetzung im inklusiven Unterricht und beklagen mehrheitlich unzureichendes Knowhow und fehlende Ausstattung an den Schulen. Lehrkräfte, die inklusive Klassen betreuen, urteilen deutlich positiver als Lehrkräfte ohne Erfahrung.

Laut Studie kann Inklusion nicht als gescheitert betrachtet werden – Öffentlichkeit und Lehrer zeichnen ein überwiegend negatives Bild, während Eltern und Schüler mit Inklusionserfahrung ein mehrheitlich bis sehr positives Feedback geben.

Gemeinsames Malen zwischen Inklusionsschülern und normal befähigten Mitschülern

Deutschland ist noch weit davon entfernt, die Zielsetzung zu erreichen: Der bestehende Fachkräftemangel, besonders an sonderpädagogischen Lehrkräften, Psychologen und Lehrkräften in allen nicht-gymnasialen Bereichen, wird sich weiter verschärfen. Einige Bundesländer schreiten in der Inklusion voran, während andere den Schritt zurück wählen. Die aktuellen Länderprognosen lassen deshalb bis 2030 Stillstand in der Umsetzung des gemeinsamen Lernens erwarten.

Hier finden Sie die Bertelsmann-Studie:

Bertelsmann-Studie zur inklusiven Bildung in Deutschland

Informieren Sie sich hier über Inklusive Sportstätten auf der REHAB:

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2020-09-15
Künstliche Intelligenz im Gesundheitswesen: Karlsruher IT-Kompetenz sorgt für sichere Anwendungen
Künstliche Intelligenz

KI-basierte Assistenzsysteme unterstützen das frühe Erkennen von Krankheiten, ermöglichen ein schnelles Auswerten großer Mengen von Bild- und Labordaten und bieten die Chance für individuelle Therapien.

Prof. Jörn Müller-Quade
Prof. Jörn Müller-Quade

Mit einer verbesserten Gesundheitsversorgung mit Hilfe von KI und den damit verbundenen Herausforderungen für die IT-Sicherheit befasst sich Prof. Jörn Müller-Quade vom Karlsruher Institut für Technologie KIT: „Gesundheitsdaten sind ein riesiger Schatz, aus dem man lernen muss ... gerade in den jetzigen Zeiten einer globalen Pandemie ist dies wichtig, um Muster zu erkennen und Strategien zu entwickeln. Je größer die Datenmengen sind, desto größer sind auch die Erkenntnisse daraus. Die Herausforderung besteht darin, die geheimen, persönlichen Daten sowohl zu nutzen als auch privatsphäreschonend auszuwerten.“

Durch interprofessionelle Zusammenarbeit von Medizin, Therapie, Versorgung und anderer Akteure im Gesundheitswesen brauchen viele Personen potenziell Zugriff auf die Patientendaten. „Dies macht es schwierig, sensible Gesundheitsdaten vor unberechtigtem Zugriff zu schützen“, so der Karlsruher Kryptograph. „Informationstechnologie ist ein Möglichmacher, aber nur mit sehr festem Regelwerk und vielen Sicherheitsstufen für die sichere Datenübertragen und die Zugangskontrolle.“ Zur Zeit werden im Bundesgesundheitsministerium die Grundlagen für das Elektronische Rezept und die Elektronische Patientenakte (ePA) vorbereitet, „wenn aber die Endgeräte, der PC der Apotheke, der Krankenversicherung oder des Mediziners, nicht sicher sind, werden wir Probleme haben, die zu Datenskandalen führen könnten“, sagt Müller-Quade, der am KIT die Forschungsgruppe Kryptographie und Sicherheit leitet und Initiator des Kompetenzzentrums für IT-Sicherheit KASTEL ist.

Lernende Systeme müssen von Menschen überwacht werden

Sensible Daten

Neben der Produkthaftung der Hersteller hält er die Zertifizierung von KI-Systemen und -Datenbanken in der Medizin sowie der elektronischen Patientenakte (ePA) durch unabhängige Prüfstellen für notwendig. „Gesundheitsdaten dürfen nicht zum Nachteil der Patienten genutzt werden, etwa wenn jemand aufgrund von bekannt gewordenen Vorerkrankungen eine Arbeitsstelle nicht bekommt.“

Mit der geplanten Einführung der ePA erhalten Patientinnen und Patienten die volle Kontrolle über ihre Gesundheitsdaten, die dann auch auf dem eigenen PC gespeichert sind. Umso mehr gelte es, die Grundregeln der IT-Sicherheit einzuhalten – immer das neueste Betriebssystem zu nutzen und sichere Passwörter zu verwenden –, andernfalls könne der PC zum Einfallstor für Angreifer werden und die Krankengeschichte offenliegen.

Als „Fluch und Segen zugleich“ sieht der Informatiker den Einsatz kontinuierlich weiter lernender KI-Systeme, deren Software sich im Betrieb ohne menschliche Überwachung verändert. Die Entscheidungen eines solchen KI-Systems müssen durch die behandelnden Menschen stets daraufhin überprüft werden, ob sie nachvollziehbar sind. „Ärztinnen und Ärzte dürfen das vorgeschlagene Ergebnis nicht unreflektiert übernehmen.“

Weitere Informationen zum Thema KI in der Medizin, finden Sie auch im folgenden Whitepaper am Beispiel eines krebserkrankten Patienten : https://www.plattform-lernende-systeme.de/files/Downloads/Publikationen/AG3_6_Whitepaper_07042020.pdf

Mehr Informationen über dieses und andere Themen auf der REHAB erfahren Sie unter:

Planen Sie Ihren REHAB-Besuch:

2020-05-07
Noch ein Jahr bis zur REHAB – 21. Europäische Fachmesse für Rehabilitation, Therapie, Pflege und Inklusion
REHAB 2019 Halle 1

Ein Jahr vor der Eröffnung der REHAB 2021 ist die Gesundheits- und Medizintechnikbranche von den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie geprägt. Um allen Marktteilnehmern, Ausstellern und Besuchern einen sicheren Aufenthalt auf der REHAB 2021 zu ermöglichen, werden vorsorglich Konzepte zur Implementierung erforderlicher Sicherheitsstandards und Hygienevorschriften vorbereitet.

Bereits jetzt ist rund die Hälfte der verfügbaren Ausstellungsfläche belegt. Namhafte Hersteller, Händler und Dienstleister aus Deutschland und dem europäischen Ausland haben sich ihren Stand in Karlsruhe, und damit dem in der Medizintechnik führenden Bundesland Baden-Württemberg, frühzeitig gesichert. Wieder dabei sind Branchengrößen wie Otto Bock HealthCare Deutschland GmbH, Paravan GmbH und die dänische Alu Rehab ApS. Auch Hersteller von Kinderrollstühlen wie Rehatec Dieter Frank GmbH, SORG Rollstuhltechnik GmbH + Co. KG und Berollka-aktiv Rollstuhltechnik GmbH haben ihre Beteiligung an der REHAB zugesagt, die im zweijährigen Turnus die wichtigste Plattform für qualitativ hochwertige Mobilitätshilfen und Kinderhilfsmittel aus Deutschland und dem europäischen Ausland ist. „Die Qualität der Messe und ihrer Besucher überzeugt Hersteller und Händler gleichermaßen. 2019 konnten wir rund 18.500 Besucher und 468 Aussteller auf 40.000 Quadratmetern verzeichnen. Auch weiterhin legen wir großen Wert auf die optimale Verteilung der Aussteller auf die Hallen und die einzigartige Atmosphäre der Messe“, konstatiert Annika Gehrmeyer, Projektleiterin der REHAB.

Das bewährte Konzept themenorientierter Marktplätze wie zum Beispiel „Mobilität und Alltagshilfen“, „Kinder- und Jugendreha“ sowie „Auto & Verkehr“ strukturiert auch zukünftig das umfassende Angebot der bedeutenden Fachmesse und fördert den interdisziplinären Austausch zwischen Fachleuten der Pflege- und Gesundheitsbranche sowie Menschen mit Behinderung und ihren Angehörigen. Neben Innovationen der Hilfsmittelindustrie informiert die REHAB über neue Therapiemöglichkeiten und bietet ein vielfältiges Rahmenprogramm mit Weiterbildungen, Vorträgen und Live-Vorführungen. Eine Sonderschau zum Thema Alltagsunterstützende Assistenzlösungen (AAL) präsentiert Technologien und digitale Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben und Wohnen in der häuslichen und pflegerischen Umgebung. Interessierte Unternehmen können noch bis zum 30. Juni 2020 zum Frühbuchertarif eine Standfläche buchen. Für Start-ups und akademische Institutionen bietet der Zukunftspavillon die Möglichkeit, ihre Innovationen vornehmlich aus den Bereichen Digitalisierung und Robotik zu präsentieren.

Mehr zu den Marktplätzen finden Sie unter:

2020-05-07
EU verschiebt Medical Device Regulation (MDR)
Europakarte mit medizinischen Geräten

Die Europäische Kommission hat im April beschlossen, das Inkrafttreten der Medizinprodukteverordnung (Medical Device Regulation, MDR) um ein Jahr – zunächst bis zum 26. Mai 2021 - zu verschieben. Diese Entscheidung dient dem Kampf gegen die COVID-19-Pandemie und soll die Verfügbarkeit lebenswichtiger Medizinprodukte in der EU verbessern.

Ziel der MDR ist es, den Schutz der Verbraucher bzw. Patienten sicherzustellen. Das Gesetz bezieht europaweit alle Wirtschaftsakteure und Gesundheitseinrichtungen mit ein und enthält zahlreiche Pflichten für alle Akteure, die Medizinprodukte herstellen, anpassen, auf dem Markt bereitstellen oder in ihrem Betrieb einsetzen. Viele bereits existierende Regelungen wurden so wesentlich konkretisiert oder verschärft.

Alle Anforderungen rund um Hilfsmittelversorgung im Fokus

Dies betrifft nicht nur Hersteller, sondern auch Leistungserbringer wie Sanitätshäuser. Ob die Übergangsfristen, die bestehende Zertifizierungen von Produkten betreffen, auch verlängert werden, ist zurzeit noch unklar.

Dreh- und Angelpunkt der neuen strengen Prüfungen sind die sogenannten „benannten Stellen“ – nur diese wenigen dürfen noch in „Vor-Ort-Audits“ zertifizieren: Ob und in welchem Ausmaß die benannten Stellen rechtzeitig die notwendigen Zertifikate ausstellen können, ist angesichts der aktuellen Sicherheitsmaßnahmen sowie der gültigen Reisebeschränkungen noch unklar. Um die Versorgung mit Medizinprodukten in Europa aufrechtzuerhalten, fordern Berufs- und Branchenverbände deshalb die Verschiebung der Übergangsfristen sowie eine Verlängerung der Abverkaufsfristen.

Dokumentation, Hygiene, Ergebniskontrollen: Strenge Auflagen für alle

Dennoch muss sich die Branche weiter vorbereiten: Fachhändler/Sanitätshäuser müssen umfassende Rückverfolgbarkeits- und Kontrollpflichten erfüllen und enger mit den Herstellern und Vorlieferanten zusammenarbeiten. Sie müssen mehr denn je sicherstellen, dass die von den Herstellern vorgegebenen produktspezifischen Lager- und Transportbedingungen eingehalten werden.

Die Anforderungen zu Kontrollen und Lagerung haben weitreichende Auswirkungen auf die Warenwirtschaft, denn, wie jetzt während der COVID-19-Pandemie deutlich wird, muss jeder Versorger stets einen genauen Überblick über vorhandene Waren und deren Zustand haben.

Daraus ergibt sich die Verpflichtung zu einer umfassenden Dokumentation: Detaillierte Vorgaben zur Hygiene und Aufbereitung der Hilfsmittel sind einzuhalten. Auch müssen Händler Beschwerden von Anwendern und Patienten sammeln, dokumentieren, auswerten und weiterleiten.

Die Deutsche Gesellschaft für Interprofessionelle Hilfsmittelversorgung e.V. hat alle für den Hilfsmittelmarkt wichtigen Rechte und Pflichten aus der EU-MDR für Hersteller und Leistungserbringer in übersichtlichen Leitfäden aufgearbeitet: www.dgihv.org/mdr/

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2020-05-07
AAL, Telemonitoring und digitale Sprechstunde – wie die Digitalisierung in der Branche Fahrt aufnimmt
Anleitung per Videochat

Kontaktverbote, Infektionsrisiken und mangelnde Schutzausrüstung sind in der aktuellen COVID-19-Pandemie bei der Versorgung von Patienten ein großes Hindernis. Sowohl der Gesetzgeber als auch die Berufsverbände lockern vorübergehend die Auflagen zur digitalen Sprechstunde und Versorgung der Leistungserbringer für die Zeit der Kontaktsperren.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Der Einsatz technischer Assistenzsysteme AAL (Ambient Assisted Living) im häuslichen Umfeld beziehungsweise in der Pflege bietet ein erhebliches Potential zur Entlastung von Pflegepersonal und Angehörigen sowie zum Erhalt einer größtmöglichen Selbstständigkeit von Unterstützungsbedürftigen. Die App „Pflegecockpit“ der Firma Thomashilfen ermöglicht es beispielsweise, Infos über bettlägerige Patienten abzurufen. Eine Dekubitus-Ratgeber-App für pflegende Angehörige kann bei der Dekubitus Prophylaxe unterstützen, während sich mithilfe der PApp der RWTH Aachen die eigene Medikation überprüfen und steuern lässt.

Kliniken, SPZs (Sozialpädiatrische Zentren) und andere medizinische Einrichtungen rüsten gerade auf: Per Telefon- oder Videokonferenz sind allgemeine Beratung, Anamnesen, wöchentliche Verlaufsgespräche und interdisziplinäre Sprechstunden möglich. Mobile Messgeräte und die digitale Patientenakte sichern den Austausch von Behandlungsdokumenten, Rezepten, Röntgenbildern und Ähnlichem.

Übungsprogramme per App unter fachlicher Begleitung ermöglichen in den Bereichen Ergotherapie, Logopädie und Reha-Sport ein kontinuierliches Training: So bietet zum Beispiel Thieme Tele Care ein Sensor- und App-gesteuertes Rückentraining für Menschen mit Rückenbeschwerden an. Die Firma Bauerfeind nutzt eine Therapie-App für individuelle Übungen beim Einsatz von Kniebandagen. Viele weitere Apps im Bereich Gesundheit und Therapie sind auch in der Datenbank von Rehadat zu finden. Telefonischer Kontakt zu Patienten unterstützt eine begonnene Therapie zusätzlich.

Sanitätshäuser nutzen digitale Plattformen zur Dokumentation des Versorgungsverlaufs (z.B. BEB oder ICF-CY Web App). Folgeversorgungen zum Verbrauch bestimmter Hilfsmittel sind aktuell auch nach telefonischer Verordnung ohne Unterschrift möglich. Telefonischer Kontakt zu den Kunden oder Videokonferenzen helfen, Versorgungen zu überprüfen oder online Einweisungen zu ermöglichen. Auch Apps bieten Anleitung und Nutzungsinformationen zu diversen Hilfsmitteln: Sie helfen zum Beispiel Diabetikern, die Daten ihres Blutzuckermessgerätes zu verwalten oder ermöglichen – wie die Cockpit App von Ottobock – die selbständige Protheseneinstellung. Youtube-Videos oder Livechats zur Nutzung von Alltagshilfen wie beispielsweise von der Firma Saljol sind ebenfalls nützliche digitale Unterstützer.

Auch im Handwerk optimieren digitale Technologien die Arbeitsprozesse. In der Fertigung von Hilfsmitteln hat mit dem 3D-Druck die Digitalisierung Einzug gehalten. Digitale Bewegungsanalysen und Scans dienen als Grundlage für Versorgungen.

Noch sind die Probleme beim Datenschutz und die Möglichkeiten der Abrechnung von digital erbrachten Leistungen nicht zufriedenstellend geklärt.

Viele Leistungserbringer machen sich dennoch auf den Weg und investieren in die Zukunft. Benutzerfreundliche Kommunikationssysteme, sichere Übertragungswege der Patientendaten und Schnittstellensicherheit bei den Beteiligten sind notwendige Parameter für die Akzeptanz und erfolgreiche Umsetzung.

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2020-05-07
Um ein Werkzeug reicher – die digitale Werkstatt für Orthetik und Prothetik
Mecuris Digitale Workflows für Orthetik
Darstellung der digitalen Workflows für Orthetik der Firma Mecuris

Orthopädietechniker sind häufig Tüftler, die selbst Hand anlegen und die Kunden möglichst individuell versorgen wollen: Wachsender Wettbewerb, Kosten- und Zeitdruck machen es oft schwer, dieses Maß an Individualität zu gewährleisten. Gleichzeitig fordert der aufgeklärte Anwender individuelle Lösungen nach seinem Geschmack, will seine Prothese zum Beispiel nicht länger verstecken und einen selbstbewussteren Umgang mit seinem Hilfsmittel pflegen.

Die rasante Entwicklung im industriellen 3D-Druck und die Digitalisierung bieten jetzt neue Lösungen, die es jedem Orthopädietechniker ermöglichen, individuell und dennoch digital zu fertigen. Das Münchner Medizintechnik-Unternehmen Mecuris stellte beispielsweise eine Art „digitale Werkbank“ vor, welche die Arbeit des Technikers sinnvoll ergänzt. Der intuitive Aufbau bietet die Möglichkeit dieses digitale Tool zu nutzen – ganz ohne Vorkenntnisse in 3D-Technologien. Dazu übersetzt Mecuris, als Dienstleister, das traditionelle Orthopädie-Handwerk in digitale Workflows und patientenspezifische Produkte, die im industriellen 3D-Druck gefertigt werden.

Diese Workflows stellt das Unternehmen dem Techniker auf seiner Online-Plattform zur Verfügung, so dass er individuelle Orthesen und Prothesen konfigurieren kann. Dabei sind die einzelnen Schritte so einfach wie möglich gehalten und in Bereichen teil-automatisiert. Diese Plattform bildet dabei zwei Produktionsbereiche ab, die Orthesen- und die Prothesenwerkstatt.

In der Orthesenwerkstatt – neu seit April 2020 – kann der Techniker ganz nach seinen Anforderungen die digitalen Arbeitsweisen und Werkzeuge entweder in Teilschritten oder als Gesamtprozess nutzen. Letzterer endet in der Herstellung einer individuellen 3D-gedruckten Orthese.

In der Prothesenwerkstatt wiederum stehen Workflows zur Erstellung patientenspezifisch angepasster Prothesenfüße und maßgeschneiderter Prothesen-Cover zur Verfügung.

Die einzelnen Bausteine der digitalen Dienstleistungen - die Softwarelösungen, der Druckbetrieb und die zertifizierten Endprodukte - werden permanent weiterentwickelt und an die sich verändernden Marktbedingungen, wie beispielsweise die EU-MDR-Vorgaben, angepasst.

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