15.06.2022

ALS - Symptombehandlung zur Erhaltung der Lebensqualität für die Betroffenen

Fachkongress CON.THERA informiert auf der REHAB über aktuelle Therapieansätze und Maßnahmen

Die Amyotrophe Lateralsklerose – kurz ALS genannt - ist eine sehr schwer verlaufende degenerative Erkrankung des zentralen und peripheren Nervensystems.

Meist tritt die seltene Erkrankung zwischen dem 50. und 70. Lebensjahr auf, jährlich bei etwa ein bis drei von 100.000 Menschen. Männer erkranken häufiger als Frauen.

Die Ursache dieser nicht heilbaren Erkrankung des motorischen Nervensystems ist noch nicht bekannt. Während weltweit Ursachenforschung betrieben wird, liegt der Schwerpunkt der Behandlung aktuell auf der Linderung von Symptomen und der psychologischen Betreuung.

ALS kommt es zu einer fortschreitenden und irreversiblen Schädigung der Nervenzellen.
Bildquelle: Adobe Stock #284997325

Bei ALS kommt es zu einer fortschreitenden und irreversiblen Schädigung der Nervenzellen, die für die Muskelbewegungen verantwortlich sind. Sind die im motorischen Kortex befindlichen motorischen Nervenzellen betroffen, führt dies zu spastischen Lähmungen. Sind Vorderhornzellen des Rückenmarks oder die des Hirnstamms betroffen, kommt es zu zunehmender Muskelschwäche bishin zu Muskelschwund. Dies zeigt sich durch Gang-, Sprech- und Schluckstörungen, eingeschränkte Koordination und Muskelschwächung der Extremitäten und der Atmung. Dadurch kommt es zu einer zunehmenden Einschränkung des täglichen Lebens.

Die Diagnose erfolgt durch Neurologen, die Behandlung setzt auf die Linderung der Symptome und auf die Verlangsamung des Krankheitsverlaufes mittels medikamentöser und therapeutischer Intervention. Die symptomatische Behandlung legt den Fokus auf die Vermeidung von Komplikationen – ausgelöst durch die motorische Schwäche – sowie auf die Verbesserung der Lebensqualität der Patienten inkl. psychologischer Betreuung. Hilfsmittel werden unterstützend eingesetzt.

Professor Albert Ludolph (Universitätsklinikum Ulm) erläutert aktuelle Therapieansätze bei ALS auf dem Therapeutenkongress CON.THERA.
Bildquelle: Universität Ulm

Im Idealfall ist ein interdisziplinäres Team aus Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Orthopäden, Pneumologen, Neurologen, Psychologen, Pflegekräften und Palliativmedizinern mit besonderer Kenntnis dieses Krankheitsbildes in die Betreuung der ALS-Patienten involviert.

Das Programm des messebegleitenden CON.THERA Kongress informiert in diversen Vorträgen über aktuelle Therapieansätze und Maßnahmen zu diesem Krankheitsbild.

Professor Albert Ludolph (Universitätsklinikum Ulm) erläutert aktuelle Therapieansätze bei ALS am 25. Juni um 10:30 Uhr im Konferenzraum K6/7 auf dem Therapeutenkongress CON.THERA.

Hier geht’s zum Online-Kongressprogramm: www.rehab-karlsruhe.com/conthera