Produkte und Dienstleitungen auf dem Marktplatz Gehirn

Auf dem Marktplatz Gehirn wird unter anderem über folgende Themen informiert:

Nach einer Hirnverletzung ist Geduld gefragt

Bei einer Hirnverletzung zählt im ersten Moment die schnelle Akutversorgung. Anschließend ist meist Geduld gefragt, bis sich das Gehirn – unterstützt durch individuell abgestimmte Therapien und Hilfsmittel – allmählich regenerieren kann.

Hirnverletzungen können unterschiedliche Ursachen haben: Oft handelt es sich um ein Schädel-Hirn-Trauma, einen Schlaganfall oder eine Hirnblutung. Auch Hirntumore, entzündliche Erkrankungen und Sauerstoffmangel, ausgelöst durch Unfall oder Herzstillstand, können zur Schädigung des Gehirns führen. Die Folgen sind individuell und hängen unter anderem ab vom betroffenen Hirnareal und der Schwere der Verletzung.

Gleich im Anschluss an die Akutversorgung sollte die neurologische Rehabilitation einsetzen. Welche Behandlungen bei einer Hirnverletzung notwendig sind, richtet sich nach den Funktionen, die beeinträchtigt oder ausgefallen sind. Neben körperlichen Einschränkungen wie Sehausfällen, Lähmungen oder Schluckstörungen können auch kognitive Probleme auftreten, wenn zum Beispiel Gedächtnis, Aufmerksamkeit und Problemlösungsfähigkeiten beeinträchtigt sind.

Bis das Gehirn allmählich neue Verbindungen und Vernetzungen ausbilden kann, braucht es viel Zeit. Gezieltes Training kann die Regeneration eingeschränkter Menschen mit Hirnverletzung unterstützen. Gemeinsam mit Pflegekräften, Logopäden, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Psychologen gehen durch Hirnverletzung behinderte Menschen viele kleine Schritte in Richtung mehr Selbständigkeit.

Einen Überblick über Therapien, Hilfsmittel, Dienstleistungen und Unterstützungsangebote nach einer Hirnverletzung erhalten Besucher auf der REHAB 2019.

Durch neurologische Rehabilitation zurück ins gewohnte Leben

Nach einem Schlaganfall oder einer Erkrankung des Nervensystems hilft die neurologische Rehabilitation, verlorene Fähigkeiten wiederzuerlangen – Ziel ist die Rückkehr in ein weitgehend selbständiges Leben.

Die neurologische Rehabilitation umfasst die medizinische Behandlung von Menschen mit einer Schädigung des Nervensystems. Ein Unfall, eine Infektions- oder Gefäßerkrankung des Gehirns oder chronische Nervenerkrankungen wie die Multiple Sklerose können Störungen des Nervensystems verursachen, bis hin zu massiven Schädigungen von Gehirn, Rückenmark und peripheren Nerven. Symptome sind individuell und vielfältig, von Sehstörungen oder Lähmungen bis hin zum Verlust der Sprachfähigkeit oder des Bewusstseins. Gezielte Therapiemaßnahmen beginnen meist nach der klinischen Akutversorgung – als Anschlussheilbehandlung von Patienten mit neurologischen Erkrankungen.

Die neurologische Rehabilitation von Menschen mit einem Handicap soll funktionale Störungen mildern, verlorengegangene Fähigkeiten wieder aufbauen und so den medizinischen Weg zurück ins alte Leben ebnen. Je früher die Therapien zur Förderung der Wahrnehmung, Bewegung und Kommunikation einsetzen, desto besser sind die Erfolgsaussichten.

Die neurologische Rehabilitation wird in Phasen von A (Erstversorgung) bis E (Nachsorge und berufliche Rehabilitation) oder F (aktivierende Langzeitpflege bei anhaltend hoher Pflegebedürftigkeit) eingeteilt. Auf der REHAB präsentieren Aussteller ein breites Spektrum von Dienstleistungen und Produkten für jede Phase der neurologischen Rehabilitation. Der Marktplatz Gehirn lädt Betroffene und Angehörige, Ärzte, Pflegende und Therapeuten zum Austausch ein.

Schlaganfall und seine Folgen gemeinsam bewältigen

Nur gemeinsam lassen sich die Folgen eines Schlaganfalls bewältigen – in enger Zusammenarbeit von Ärzten, Therapeuten, Angehörigen und dem Betroffenen selbst sowie mit Hilfe unterstützender Angebote.

Bei einem Schlaganfall kommt es zur Minderversorgung des Gehirns mit Blut und zur Schädigung des Nervengewebes, meist als Folge eines Gefäßverschlusses oder einer Blutung im Gehirn. Während die akute Versorgung vor allem darauf abzielt, die Ursache des Schlaganfalls zu beseitigen, müssen die Therapien gegen die Folgeschäden individuell auf den durch Schlaganfall eingeschränkten Menschen zugeschnitten werden.

Die Behandlung bei Schlaganfall richtet sich nach den jeweiligen Funktionsstörungen und umfasst beispielsweise Physiotherapie, Logopädie, Sporttherapie, Ergotherapie, eine psychologische Behandlung oder auch tiergestützte Therapieverfahren. Viele durch Schlaganfall eingeschränkte Menschen können wieder lernen zu sprechen, zu gehen und ihren Alltag selbständig zu bewältigen. Andere bleiben zeitweise oder dauerhaft pflegebedürftig, profitieren jedoch von einer aktivierenden Langzeitpflege, die den Patienten nach einem strukturierten Konzept zur Mitarbeit animiert (z. B. Bobath-Konzept).

Daneben gilt es, auch praktische Unterstützung für die Patienten und Angehörige zu sichern, beispielsweise durch den Einsatz ambulanter Pflegedienste und technischer Hilfsmittel, Umbaumaßnahmen für eine barrierefreie Umgebung, Schulungen für pflegende Angehörige oder den Besuch von Selbsthilfegruppen. Auf der REHAB können sich Besucher umfassend über den neuesten Stand der Rehabilitationsmöglichkeiten nach einem Schlaganfall informieren.

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