Auf nach draußen – Mobilität neu erleben
Die Tage werden länger, die Sonne lockt nach draußen – und damit steigt die Sehnsucht nach Bewegung, Natur und gemeinsamen Erlebnissen. Für viele Menschen bedeutet das mehr als nur Freizeit: Es geht um Freiheit, Lebensqualität und echte Teilhabe. Gerade im Bereich der inklusiven Mobilität hat sich in den letzten Jahren enorm viel getan. Hinter vielen dieser Innovationen stehen Familienunternehmen, die aus eigener Erfahrung heraus Lösungen schaffen – von Betroffenen für Betroffene.
Pioniergeist aus dem Schwarzwald
Seit über 30 Jahren steht das Unternehmen STRICKER für echte Pionierarbeit. Deren vorgespannte Zughilfen machten Ende der 80er Jahre aus Rollstühlen Dreiräder, deren Innovation wurde Vorbild für die gesamte Reha-Branche. Auch in zweiter Generation wird innovative Entwicklung im Familienunternehmen konsequent weitergedacht. Europas älteste Handbike Schmiede entwickelt Lösungen von Betroffenen für Betroffene, die den Aktionsradius aktiver Rollstuhlfahrender deutlich erweitern.
Der kettenlose Antrieb „Smart Free“ ist die neueste Pioniertat des Familienunternehmens und geht bald in Serie: „Das wird in unserer kleinen Branche das nächste große Ding“, ist sich Geschäftsführer Timo Stricker sicher. Der Verzicht auf die Kette macht den Vorspann klappbar, spart Platz und liefert mehr Komfort und Flexibilität – der innovative Antrieb ist kompakt, wartungsarm und sauber. Ein Generator wandelt die im Handbike-Betrieb erzeugte Energie um und speist sie in eine Batterie ein. „Damit werden wir auch aktive Rollstuhlfahrende überzeugen können, denen Schaltung und Kettenblatt auf Kopfhöhe und deren Wartung bisher nicht ganz geheuer war“.
Peter Skerra testet den kettenlosen Antrieb Smart Free. Foto: STRICKER
Abenteuer ohne Grenzen auf vier Rädern
Beim Hersteller TRETZEUG aus Bayern trifft Technik auf Leidenschaft – und auf echte Geschichten. Die Geschäftsführer Carsten Hage und Markus Pohl entwickeln mit ihrem Team Offroad-Fahrzeuge nicht nur für Kunden, sondern oft gemeinsam mit ihnen. Getestet und auf den Bedarf der Kunden angepasst wird dort, wo es zählt: am hauseigenen Schlittenberg, im benachbarten Moor oder auf anspruchsvollen Trails.
Die geländetauglichen Handbikes und Quads eignen sich für herausfordernde Gelände. Darunter auch Sand und Schnee. Foto: TRETZEUG
Die geländetauglichen Handbikes und Quads eröffnen neue Horizonte für sportbegeisterte Menschen mit Einschränkungen, die Herausforderungen im Gelände lieben. Steigungen von über 40 %, Fahrten durch Schnee oder Sand – der leistungsstarke Allradantrieb garantiert Geländegängigkeit, vier Räder sorgen für (Kipp-) Sicherheit.
Familienräder sind das zweite Standbein des Unternehmens und verbinden sportliche Aktivität und Alltag: Mit dem Faltquad Majokl aus der eigenen Werkstatt bringt Pohl seine Tochter in den Waldkindergarten oder erledigt Einkäufe. „Der schönste Lohn sind die Freudentränen unserer Kunden, wenn sie erleben, was wieder möglich ist“, beschreibt er die Motivation seines Teams und freut sich auf die REHAB 2027, um seine Mobilitätslösungen einem breiten Publikum bekannt zu machen.
Gemeinsame Ausflüge genießen – auch bei eingeschränkter Mobilität
Die innovativen E-Trike Tandems von BamBuk machen genau das möglich. Sie verbinden sicheres Fahrgefühl mit neu gewonnener Freiheit und schaffen Raum für unbeschwerte, gemeinsame Erlebnisse.
Das süddeutsche Unternehmen folgt seinem Leitgedanken, Mobilität als gemeinsames Erlebnis zu ermöglichen und liefert weltweit seriell gefertigte E-Trike Tandems mit technischer Raffinesse und hohem Komfort, die individuell dem Bedarf der Nutzenden angepasst werden: Die aufrechte Sitzposition, Vollfederung und eine patentierte 2-m-Transportlösung machen aus einem Dreirad-Tandem mit mittig positionierten Elektromotor ein kippsicheres und bequemes E-Trike Tandem, das Paaren und Senioren entspannte Outdoor-Touren garantiert. BamBuk steht nicht nur für innovative Technik, sondern vor allem für Gemeinschaft. Eine aktive Community aus Nutzenden tauscht sich regelmäßig aus, trifft sich bei Veranstaltungen und entwickelt gemeinsam Ideen weiter.
Die E-Trike Tandems sorgen für ein sicheres Fahrgefühl. Ideal für unbeschwerte und gemeinsame Erlebnisse. Foto: BamBuk
„Aus unseren Kunden sind Freunde geworden“, erzählt Katja Maulbetsch von BamBuk. „Wir möchten Menschen ermutigen, aktiv zu bleiben und nicht auf gemeinsame Outdoor-Erlebnisse zu verzichten.“
Individuelle Anpassungen, durchdachte Details und flexible Transportlösungen machen deren Tandems zu echten Begleitern im Alltag – und zu einem Symbol für gelebte Inklusion.
Auf der REHAB 2027 wird die Vielfalt der Möglichkeiten sichtbar. Moderne Mobilität ist weit mehr als Technik: Wenn Innovation auf Leidenschaft trifft und Gemeinschaft entsteht, wird Outdoor-Aktivität für alle erlebbar – und genau das macht Lust, selbst aufzubrechen.
