Vom funktionalen Hilfsmittel zur sichtbaren Hightech-Lösung
Moderne Prothesen haben längst den Schritt aus der Werkstatt in den öffentlichen Raum – und nicht zuletzt auf die große Bühne des Sports – geschafft. Heute sind Körperersatzstücke ein hochentwickeltes Zusammenspiel aus Medizintechnik, Design und digitaler Innovation und weit mehr als reine Funktionshilfen. Auf den Alltagsradius abgestimmte Prothesenlösungen eröffnen den Betroffenen Selbständigkeit, Sicherheit, Lebensqualität und ungeahnte Handlungsspielräume. Insbesondere durch den Parasport werden Prothesen zunehmend als selbstverständlicher Bestandteil eines aktiven Lebens wahrgenommen – und ebenso selbstbewusst getragen.
Innovation trifft Ästhetik: Prothetik-Hersteller und -Versorger auf der REHAB 2027
Bereits jetzt haben sich führende Prothetik-Hersteller und -Versorger zur REHAB 2027 angekündigt und werden Endverbrauchern und Fachpublikum ein Spektrum von technisch offen gestalteten Lösungen bieten, die ihre Funktionalität sichtbar machen, bis hin zu naturgetreu nachempfundenen Versorgungen.
Jürgen Klaas, Orthopädietechnik-Meister und Inhaber des Karlsruher Unternehmens ProthetiKA weiß, wie sich technologische Entwicklungen positiv in der Versorgungspraxis auswirken: „Neue Materialien und Fertigungsmethoden verbessern das Tragegefühl und erhöhen die Akzeptanz für Nutzende. Dadurch werden erweiterte Bewegungsmöglichkeiten geschaffen, die eine Steigerung der Mobilität erreichen und die Behinderung besser ausgleichen. Individuelle Einstellungen, passende Bauteil-Konfigurationen und Optimierungen mit den Prothesentragenden schaffen neue Einsatzgebiete im Sport- und Freizeitbereich.“
Blick in die Werkstatt: Prothesenbau ist Maßarbeit und erfordert trotz technischer Unterstützung Zeit und handwerkliches Können. Foto: J.Klaas/ ProthetiKA
Präventive Versorgung gemeinsam denken für optimale Ergebnisse
Richtig und rechtzeitig eingesetzt, können prothetische Versorgungen maßgeblich dazu beitragen, Selbstständigkeit zu ermöglichen oder nach Unfällen und Erkrankungen wiederherzustellen. Die Zusammenarbeit aller Beteiligten vom Patienten über Familienmitglieder, Ärzte, Therapeuten und Pflegepersonal ist entscheidend für die gemeinsame Zielsetzung einer Versorgung und um diese frühzeitig - auch z.B. vor einer OP - durchzusprechen.
Auf der REHAB 2027 rücken die innovativen Entwicklungen und Technologien im Bereich der prothetischen Mobilität stärker in den Fokus. Foto: Messe Karlsruhe/ Jannik Hammes
Messepräsenz und Rahmenprogramm Prothetik steigert Akzeptanz
Die Fachmesse REHAB Karlsruhe rückt auch bei der kommenden Ausgabe 2027 gemeinsam mit dem Bundesverband für Menschen mit Arm- oder Beinamputation e.V. (BMAB) und einem eigenen Programm das Thema Prothetik stärker in den Fokus: Vor Ort soll auf einer Sonderfläche gezeigt werden, welche Rolle moderne Versorgungskonzepte heute spielen – und warum es entscheidend ist, Prothetik frühzeitig und ganzheitlich zu denken.
Wir brauchen mehr Role-Models
Erfolge im paralympischen Spitzensport erhöhen die Akzeptanz für die Möglichkeiten bei der Prothesenversorgung und das Interesse daran. Der paralympische Spitzensportler Kim Cremer beispielsweise ist für den Prothesen-Hersteller und -Versorger APT als Ausstellender und Botschafter zugleich angekündigt. Bereits auf der REHAB 2025 nutzte er diese gesteigerte Aufmerksamkeit und war von der Wirksamkeit und dem Zusammenspiel aus Anwendern aus dem Parasport, Orthopädietechnikern und Hilfsmittel zum Anfassen und Ausprobieren überzeugt.
Lebensqualität für die Nutzenden stehe bei APT immer im Vordergrund. Erfahrungsberichte und erfolgreiche Prothesenträgerinnen und -träger seien deshalb wichtige Vorbilder und leisteten Aufklärungsarbeit.
Jetzt anschauen: REHAB-Themenspecial "Mobil mit Prothese". Video: Messe Karlsruhe
Anfassen – Ausprobieren – Informieren
Kim Cremer weist auf die Herausforderungen der Branche hin: Prothesenbau sei zeitintensiv – es brauche Zeit am Kunden, an der Werkbank und für Fortbildungen, um über den rasanten technischen Fortschritt auf dem neuesten Stand zu sein.“
Die REHAB 2027 ist ein praxisnaher Treffpunkt, um über innovative Prothesenlösungen mit Anwendern, Fachleuten und Partnern ins Gespräch zu kommen.
Jetzt schon den Termin eintragen und nicht verpassen: REHAB Karlsruhe, 13. bis 15. Mai 2027
